Es soll mal wieder ein
Seenotfall vorgestellt werden, über dem in der Dezember-Ausgabe des SEA KAYAKERs
berichtet wird. Übrigens, allein schon wegen dieser
Seenotfall-(„Safety“)-Berichte lohnt es sich m.E., in die Hefte des
us-amerikanischen SEA KAYAKERs zu schauen. Wer nicht selber diese Zeitschrift
abonnieren möchte – www.seakayakermag.com
-, kann sie sich auch über Globetrotter – www.globetrotter.de
– besorgen. Heft Nr. 1 erschien 1984. Es besteht folglich kein Grund anzunehmen,
dass diese Fachzeitschrift bald eingestellt wird!)
Derek Crook
schildert in dem Beitrag:
„An Inhospitable Coast: A
Rescue in
über einen Seenotfall, den
der Autor höchst persönlich erlebt hat.
D.Crook wollte mit dem
australischen Seekajak „Mirage 580“ (580x56 cm) solo Tasmanien umrunden. Die
Ost- und Nordküste hatte er schon hinter sich gebracht, und auch die erste
Hälfte der Westküste. Gerade dieser westliche, von Steilküsten geprägte
Küstenabschnitt hat es in sich. Die Dünung kann hier ungebremst von Afrika her
anrollen. Wird sie dabei noch von Wind unterstützt, der aus derselben Richtung
weht, woher die Dünung kommt, können sich im Seegang vor der Steilküste bis
über 15 m hohe Wellen auftürmen, bevor diese brechen und anschließend wieder
reflektiert werden. Insbesondere der Küstenkanuwanderer sollte nur bei absolut
idealen Wetterbedingungen eine Tour entlang dieser ausgesetzten Westküste
unternehmen.
D.Crook wusste das. Er
pausierte daher an Land und hoffte auf Wetterbesserung. Als sie prognostiziert
wurde, wartete er, bis die Vorhersage auch tatsächlich eintraf. Und als der
Wind schließlich nur noch mit 10 Knoten (+ 3 Bft.) wehte, ging er immer noch
nicht aufs Wasser; denn die Brecher am vor der Küste liegenden Riff deuteten
Gewässerbedingungen an, die nicht einem 3er Wind entsprachen.
Dennoch wagte sich D.Crook
raus, aber nur um zu prüfen, ob die Bedingungen wirklich so schlecht sind, wie
sie von der Ferne her ausschauten. Dabei traute er sich wohl zu weit heraus,
nämlich bis vor das Riff und wurde dort von der immer größer werdenden Dünung
an der Rückkehr ins geschütztere Wasser hinter dem Riff gehindert. Anstatt die
Brandungszone zu verlassen und weiter aufs Meer hinaus zu paddeln (!), bis sich
der Seegang beruhigt hat bzw. bis herbeigerufene Hilfe eintrifft, versuchte er
ans Land zurückzukehren. Sein Schicksal nahm dann den folgenden Lauf:
(siehe: www.kuestenkanuwandern.de/ausruest/080626.html
)
Quelle: SEA
KAYAKER, Dec. 08, S.11-15 – www.seakayakermag.com
Link:
Mirage Sea Kayaks è
www.mirageseakayaks.com.au/580.html
SPOT-Messenger è www.findemespot.eu