12.02.2004
Wie klein darf ein Seekajak minimal
sein? (Ausrüstung)
In
der kanadischen Zeitschrift ADVENTURE KAYAK MAGAZINE werden in dem Beitrag:
Honey, I shrunk the Sea Kayak: 6 high-performance rec boats for serious
adventures
werden
insgesamt 6 Seekajaks mit den folgenden Länge- bzw. Breitenmaßen vorgestellt:
365 bis 391 cm bzw. 62 bis 71 cm, z.B.
Anlässlich
dieses Beitrages frage ich mich, ob es sich dabei wirklich noch um Seekajaks
handelt. Ich meine jedoch, solange solche Kajaks seetüchtig (d.h. seegangs-, navigations-, kenter-, reise- und verkehrstüchtig)
sind, können sie den Seekajaks zugerechnet werden.
Die
Bedingungen der:
werden
dabei von solch kurzen Kajaks sicherlich am leichtesten erfüllt, wenn sie über
ein Steuer und ausreichende dimensionierte Schenkelstützen
verfügen.
Da
zu den Bedingungen der:
nicht
zählt, dass Kajaks nur dann Seekajaks sind, wenn mit ihnen ein bestimmtes Mindesttempo
erreicht werden kann, dürfte dieses mögliche Manko solch kurzer Kajaks nicht
entscheidend für die Beurteilung ihrer Seetüchtigkeit sein.
Wer
da anderer Meinung ist, der sollte bei seiner Argumentation jedoch das Folgende
beachten:
Deshalb
sind Kajaks nicht erst dann „Seekajaks“, wenn sie z.B. auch „helgolandtüchtig“ sind, genauso wenig
wie Kanuten nicht erst dann Küstenkanuten bzw. „Seakayaker“ sind, wenn sie imstande
sind „solo“ z.B. nach Helgoland zu paddeln.
Übrigens,
ein bestimmtes Seekajak stellt immer eine Kompromisslösung dar. Nur auf dem
Werbeprospekt kann es alle positiven Fahreigenschaften miteinander verbinden,
wie da z.B. wären:
Insofern
kann auch ein unter 4 m kurzer „Strandfloh“ etwa gegenüber einer über 5,50 m
langen „Seenadel“ seine Vorteile haben, z.B. beim Spiel in der Brandung.
Quelle: ADVENTURE
KAYAK MAGAZIN, Nr. 1/04, S.27-29 – www.adventurekayakmag.com
Infos zur
Seetüchtigkeit: Beitrag „Seekajak-Kauf: 10 praktische Hinweise“
è www.kanu.de/nuke/downloads/Seekajakkauf-Hinweise.pdf
> Ausrüstungscheck