09.04.2006 „Sauschlechte“ Seekajaks. Gibt’s die überhaupt … (Ausrüstung)
Ja, gibt’s denn überhaupt
„sauschlechte“ Seekajaks?
Nun,
in der niedrigsten möglichen Preisklasse, sagen wir mal so „unter 500 – 700 Euro“,
sollten wir schon ganz genau hinschauen, was wir uns u.U. da kaufen wollen. Die
zu diesen Preisen angebotenen Seekajaks sind nicht nur billig, sondern meist
auch sehr „billig“ gemacht, sodass ein solches Seekajak nur dann den Ansprüchen
einer Kanutin bzw. eines Kanuten gerecht wird, wenn keine Ansprüche an ein
Seekajak gestellt werden.
Aber
der Preis ist natürlich kein 100%iger Qualitätsindikator. D.h. wenn wir auch
unter den Seekajaks so ab 1.200 - 1.500 Euro wahrscheinlich keine völlig
„sauschlechten“ Seekajaks antreffen werden, sind sie doch nicht immer bzgl.
jeden Aspektes, was ein Seekajak eigentlich von anderen Kajaks so auszeichnet,
ohne Fehl & Tadel. Wer hohe Anforderungen an sein Seekajak stellt, wird
daher bald bemerken, dass praktisch kaum ein Seekajak - egal welcher
Preisklasse - so gemacht ist, dass es immer alle Anforderungen, die sich aus
dem Küstenkanuwandern ergeben, erfüllt.
Viele
Kanuten, meist jene, die über „zwei rechte Hände verfügen“, haben sich damit
abgefunden, dass ein zu kaufendes Seekajak, egal welcher Preisklasse, sofort
nach dem Kauf der Nachbesserung bedarf. Bei ihnen hat sich regelrecht eine Art „Bastelkultur“ entwickelt, die es
nahezu als selbstverständlich akzeptiert, dass nach dem Kauf erst einmal Zeit
& Geld für irgendwelche mehr oder weniger teuren Bastelarbeiten zu
investieren sind, um Mängel an ihrem Seekajak zu beheben bzw. – um es positiver
zu formulieren – um Verbesserungen an ihrem Seekajak vorzunehmen.
Natürlich
braucht nicht jeder Kanute, der sich ein Seekajak kauft, Nachbesserung an ihm
vorzunehmen. Letztlich hängt es von seinen Ansprüchen ab, also davon:
Beide,
nämlich Eindruck & Zweck, können dabei zu einer beinah „grenzenlosen“
Aufrüstung eines Seekajaks führen.
Da
die Beratung in Sachen „Eindruck-Schinden“ sich einer objektiven
Bewertung entzieht, möchte ich mich im Folgenden mehr dem Zweck widmen,
den ein Seekajak erfüllen soll. Dabei ist es m.E. selbstverständlich, dass ein
Seekajak:
weitaus
niedrige Anforderungen in Sachen:
erfüllen
muss, als wenn es mit ihm:
Die
höchsten Anforderungen an ein Seekajak – und natürlich auch an die darin sitzenden
Kanutinnen und Kanuten – werden dann gestellt, wenn es an die Küste geht, und
zwar weg vom sicheren Strand, vorbei an Steilküsten, Hindernissen &
Untiefen, hinüber zu Inseln, und zwar bei Gewässerbedingungen (hier: Wind,
Seegang & Strömung), bei denen es nicht immer auszuschließen ist, dass die
Grenzen der persönlichen Befahrbarkeit erreicht werden.
Da
bzgl. solcher Touren der größte Beratungsbedarf besteht bzw. – um es etwas
negativer auszudrücken – die meisten Kanuten am wenigsten Ahnung haben, was sie
erwarten könnte, soll im Folgenden aufgezeigt werden, auf was alles bei einem
Seekajak zu achten ist, wenn es den Anforderungen der See gewachsen sein soll.
Dabei wird nicht dergestalt vorgegangen, dass einfach alle Anforderungen, die
ein seetüchtiges oder gar „hochseetüchtiges“ Seekajak erfüllen sollte,
hintereinander aufgezählt werden, wie wir es in dem folgenden Beitrag nachlesen
können:
„Seekajak-Kauf:
10 wichtige Stichpunkte“
è www.kanu.de/nuke/downloads/Seekajakkauf-Stichpunkte.pdf
Vielmehr
soll versucht werden, gleichzeitig mögliche Schwachstellen aufzuzeigen, die bei
vom Handel als Seekajaks angebotenen Kajaks anzutreffen sind. Hierbei
handelt es sich um Schwachstellen, die im Hinblick auf den Verwendungszweck
„Fahrt hinaus aufs Meer“ auf eine mindere Qualität hindeuten. Auf diese
Weise sollte uns bewusst werden, dass wir diese Schwachstellen bei Seekajaks aller
Preisklassen antreffen können, wobei sie i.d.R. in der Niedrigpreisklasse
gehäufter zu finden sind, als in der Hochpreisklasse. Der Grund dafür liegt
daran, dass die meisten Schwachstellen auf Folgendes zurückzuführen ist:
Insgesamt
werden 20 Punkte herausgearbeitet, die für das Küstenkanuwandern von Bedeutung
sind. Wir sollten vor unserem Kaufentscheid ein jedes in die engere Wahl
genommene Kajak, egal welcher Preisklasse, genau anschauen, welche dieser
Punkte es wie gut erfüllt. Ab wie viel nicht erfüllten Punkten ein Seekajak das
Prädikat „sauschlecht“ verdient,
vermag ich nicht zu sagen. Manchmal genügt nur ein einziger Punkt, der, wenn er
erfüllt wird, gar nicht bewusst bemerkt wird, weil er als selbstverständlich
hingenommen wird, wenn er aber fehlt, sich gleich auf das Qualitätsurteil voll
niederschlägt. Ich denke da z.B. nur an Kajakformen und -volumen, die bei Wind
bzw. Seegang nicht von jedem beherrschbar sind; an ein Unterwasserschiff bzw.
Seitennahtverklebung, die Grundberührungen nicht standhalten; an Schottwände,
deren Verklebung sich bei Grundberührung löst; an Süllränder, an den
Spritzdecken kaum halten; an Sitzluken, die keinen Schenkelhalt bieten; an
angeblich ergonomisch geformte Sitze, die nach kurzer Zeit zu Sitzbeschwerden
führen; an Steueranlangen, die im Seegang nicht funktionieren; an
Gepäcklukendeckel, die nicht dicht halten; an Rettungshalteleine, die so dünn
sind, dass wir uns daran die Finger schneiden können; an Haltegriffe, die einem
nach einer Kenterung das Halten des Seekajaks erschweren; an ein Vorderdeck,
auf dem weder Kompass noch Seekarte Platz haben; an Lenzpumpen, die nicht
installiert werden können; usw. usf.
…. und auf was sollten wir achten?
1. Bootsform
In
Anbetracht dessen, dass bei der Bestimmung der Form des Unterwasserschiffs
eines Seekajaks kein einziger Hersteller von Seekajaks ausführliche hydrodynamische Tests (die nicht nur
Flachwasser-, sondern auch Seegangsbedingungen berücksichtigen, und das bei
unterschiedlichere Beladung) durchführen lässt, um für bestimmte Anforderungen
die optimale Form zu finden, sondern vielmehr – sofern er eh nicht die Form
eines bewährten bzw. gängigen Seekajaks kopiert - einfach nach Versuch &
Irrtum vorgeht, um eine geeignete Form des Unterwasserschiffs zu finden,
sind eigentlich alle Seekajaks – was das Unterwasserschiff betrifft – etwas
„billig“, d.h. „sauschlecht“ gemacht; denn alle Seekajakhersteller versuchen
hier sich vor den hohen Kosten hydrodynamischer Testversuche z.B. im
Schleppkanal zu drücken.
Gegebenenfalls
mag es schon möglich sein, auf preiswertere Weise per PC-Simulation theoretisch die geeignete Form eines Seekajaks einer
bestimmt Anforderungskategorie zu finden, zumindest was den Wasserwiderstand
und Anfangs- und Endstabilität bei Flachwasserbedingungen
(„Ententeichbedingungen“) betrifft. Aber auch diesbezüglich habe ich noch von
keinem in Europa erhältlichen Seekajak gehört, dass dessen Form auf diese Weise
optimiert wurde.
D.h.
ob nun ein Seekajak z.B. schnell oder langsam, kipplig oder kippstabil, trocken
oder nass läuft, gut oder schlecht rollt, bzw. über wenig Gepäckraum oder viel
verfügt usw. usf., all das kann auch ein jedes Seekajak einer jeden Preisklasse
leisten. Wir müssen daher beim Kauf ganz genau hinschauen, ob die Bootsform das
verspricht, was wir von einem Seekajak fordern. Wachsam sollten wir
insbesondere bei Seekajaks sein, die z.B.:
2. Materialzusammensetzung
des Bootskörpers
Von
einfacherer Qualität ist von der Vielzahl der Faserverbundstoffen das GFK, zumindest im Vergleich zu Diolen, Kevlar (Aramid) und Carbon.
Das heißt natürlich nicht, dass jedes Seekajak aus Carbon und/oder Kevlar nun
von besserer Qualität ist. Letztlich hängt die Bewertung der verwendeten
Faserverbundstoffen vom Einsatzzweck ab und da können GFK-Seekajaks durchaus
ihren Zweck erfüllen.
Da
Kevlar-Fasern schlag- und abriebfester bzw. Carbon-Fasern steifer sind, ist es
möglich, mit weniger Gewebe-Matten ein haltbares Seekajak zu bauen. Dadurch
wird es leichter, aber wegen des fehlenden Gewebes trotz höherer
Abriebfestigkeit empfindlicher. Insbesondere Carbon-Fasern fehlt die nötige
Schlagfestigkeit, weshalb sie mit Kevlar-Fasern verwebt werden. Es hängt nun
von dem Fasermischungsverhältnis ab, wie viel ein Seekajak aus
Kevlar/Carbon-Fasern aushalten kann.
Ein
Seekajak aus GFK mit an den richtigen Stellen eingefügten Gewebeeinlagen z.B.
aus Diolen ist einfach nur etwas
schwerer, trotz alledem aber genügend belastbar und vom Laien leichter zu
reparieren als zumindest Kajaks mit Kevlar-Gewebe. Ist es doch ganz praktisch
und nicht immer vermeidbar, auf ein Kiesstrand bzw. eine Böschung voller Steine
zu surfen, ohne Angst zu haben, dass das Unterwasserschiff beschädigt wird.
Praktisch ist es auch, ein voll beladenes Seekajak auf den Bootswagen zu packen
bzw. sich als Kanute hinter dem Süllrand mal aufs Achterdeck zu setzen, ohne
damit rechnen zu müssen, dass der Bootskörper eindrückt oder einreißt.
Beim
Bau von Seekajaks wird auch immer häufiger auf thermoplastischen Kunststoff
zurückgegriffen, und zwar auf Polyethylen
(PE). Auch bei PE gibt es Unterschiede, insbesondere was die Abriebfestigkeit
betrifft. Letztlich hängt das von der Materialqualität des PE-Grundstoffs ab,
aber auch von der Art des Verarbeitungsprozesses (z.B. sollen geblasene
PE-Seekajaks haltbarer sein als rotierte). Weiterhin gibt es Unterschiede bzgl.
der Steifigkeit des Bootskörpers (hier sollen die Seekajaks aus
PE-Sandwichmaterial (PES) vorteilhafter sein, denn zwischen zwei PE-Schichten
gibt es noch einen PE-Schaumkern, der dazu beiträgt, dass auch längere Kajaks
sich nicht allzu leicht durchbiegen und einbeulen lassen).
Dass
in einem PE-Seekajak weniger Handarbeit steckt, macht es i.d.R. preiswerter als
vergleichbare Seekajaks aus Faserverbundstoffen, was aber nicht von vornherein
heißt, dass PE-Seekajaks auch minderwertiger sind. Sind doch PE/PES-Seekajak
strapazierfähiger als Seekajaks aus Faserverbundstoffen, dafür aber schwerer.
Jeder von uns muss selber entscheiden, welcher dieser Eigenschaften für uns
wichtiger ist. Wenn ich stets von Sandstränden aus starten bzw. an Sandstränden
anlanden kann, wird das Urteil sicherlich anders ausfallen, als wenn die
Start-/Anlandeplätze voller Kieselsteine bzw. gar Felsbrocken sind!
Vielfach
bemühen sich jedoch die Hersteller von PE-Seekajaks nicht so sehr, ein 100%
seetüchtiges PE-Seekajaks zu konstruieren und herzustellen. Das ist nicht
förderlich für das Image von PE/PES-Seekajaks, hat aber nichts mit der
eigentlich Materialqualität dieser Seekajaks zu tun. Z.B. zeigen in letzter
Zeit die britischen bzw. amerikanischen Hersteller VALLEY, P&H bzw.
WILDERNESS, dass es auch anders geht, sodass über kurz oder lang die
Seakayaker-Szene ihr Bild vom PE/PES-Seekajak korrigieren muss.
3. Materialverarbeitung des
Bootskörpers
Die
Materialzusammensetzung ist nur eine Seite der Medaille, die andere ist die
Verarbeitung des Materials zu einem Bootskörper. Wenn bei der Verarbeitung
gespart bzw. gepfuscht wird, können auch die eingesetzten Gewebe-Matten nicht
das leisten, was die Prospekte versprechen. Zum einen taucht hier die Frage
auf, mit welchen Harzen die
Gewebe-Matten verklebt werden (z.B. Polyester oder Epoxid?), wie sorgfältig die
Gewebe-Matten verlegt werden
(gerader Fadenverlauf?), wie fachmännisch das Harz angerührt und wie
dünn oder dick (mangelhafte Harzüberdeckung?) und sorgfältig (blasenfrei?) der
Bootskörper mit Harz verklebt bzw. Gelcoat
versiegelt werden. Qualitätsfördernd ist es dabei, wenn mit besonderen
Fertigungsprozessen die Verklebung gesteigert wird, um die Durchdringung der
Fasermatten mit Harz zu fördern und überschüssiges Harz abzusaugen (z.B. Vakuum-Technik).
Blasenfreiheit
und paralleler Fadenverlauf des Diolen-/Kevlar-/Carbon-Gewebes ist auf alle
Fälle ein Zeichen für eine gute Verarbeitung. Leider ist das nur dann leicht zu
erkennen, wenn das Seekajak nicht mit einem Farbanstrich versehen wird.
Blasenfrei z.B. können in der Regel Fachkräfte arbeiten. Leider können
aber auch Fachkräfte mal einen schlechten Tag haben, sodass wir uns nicht zu
wundern brauchen, wenn auch ihre Arbeit nicht immer ganz fehlerfrei ist (sog.
Montagsprodukte). Da Fachkräfte teurer sind als Gelegenheitsarbeiter, werden
bei Billigprodukten eher Gelegenheitsarbeiter
zum Einsatz kommen. Dennoch können wir uns nie ganz sicher sein, dass bei
teuren Seekajaks keine Gelegenheitsarbeiter als Laminierer beschäftigt werden.
Aber was heißt schon „Gelegenheitsarbeiter“. Eigentlich müsste der doch
spätestens nach 1 Monat Einarbeitungszeit fachgerecht laminieren können!?
Übrigens,
ein Seekajak z.B. aus Estland oder Polen braucht von der Materialverarbeitung
her nicht minderwertiger zu sein; denn auch für uns relativ schlecht bezahlte
Arbeiter können Facharbeiter sein.
Und
was die Verwendung von Harz betrifft, sagen uns Laien die im Prospekt
herausgestellten Begriffe nicht wirklich viel aus. Wir können jedoch davon
ausgehen, dass in einem Billigprodukt keine „teuren“ Harze stecken. Leider
können wir nicht immer sicher sein, dass bei einem teuren Seekajak keine
„billigen“ Harze verwendet werden. Auch können wir nicht immer sicher sein, ob
nicht mit altem Harz, das schon etwas Klebekraft verloren hat, gearbeitet wird.
Last
not least erkennen wir ein minderwertigeres Seekajak daran, dass im
Innenbereich eines Seekajaks die Stellen, wo zwei Gewebe-Matten aufeinander
stoßen, schlecht verarbeitet sind. D.h. hier finden sich immer wieder
messerscharfe, nadelspitze Faserreste, an denen wir uns selber verletzen bzw.
die unser Gepäck beschädigen können. Natürlich wäre es ohne großen Aufwand
möglich, diese Stellen entsprechend mit Schmirgelpapier zu glätten. Aber
Arbeitszeit verursacht Kosten und die sollen gerade – aber nicht nur - bei
Billig-Seekajaks niedrig gehalten werden.
Schließlich
gibt es noch das Problem, dass bei der falschen Temperatur und mit dem falschen
Mischungsverhältnis Harz/Härter gearbeitet wird. Spätestens dann, wenn ein
ausgeliefertes Seekajak an den Händen klebt, sobald wir mit der Hand z.B. den
Bootsinnenboden berühren, wissen wir, dass die Materialverarbeitung
minderwertig ist. Übrigens, richtig aushärten kann das Laminat erst dann, wenn
es getempert wird (hier wird das
Material zwischen 6- 16 Std. lang auf 40°-60° C erwärmt), damit die Reste des
Härters, der dafür sorgt, dass das Harz seine Klebefähigkeit erlangt,
verdunsten können. „Sauschlechte“ Seekajak werden nicht getempert. Leider kann
ein Laie das nicht erkennen.
Übrigens,
wenn die Gelcoatschicht nach etwas zu rauer Berührung mit dem Untergrund
fladenweise abplatzt, ist ebenfalls schlecht gearbeitet worden.
Was
nun die Materialverarbeitung von PE/PES-Seekajaks
betrifft, kann nur festgestellt werden, dass aufgrund der fast gänzlich
wegrationalisierten Handarbeit eine fast fehlerfreie Produktion möglich ist.
Lediglich dort, wo an die Produktion von PE-Seekajaks Hand angelegt wird (z.B.
Materialauswahl, Einstellung des Produktionsprozesse und Lagerung der frisch
geblasenen/rotieren Kajaks) können noch Fehler auftreten. Z.B. kann weniger
geeignetes PE-Material dazu führen, dass es sich nach der Abkühlung dehnt bzw.
zusammenzieht (die Folge: die Gepäcklukendeckel halten nicht mehr dicht!). Bzw.
ein nach der Produktion falsch gelagertes Seekajak kann sich verziehen, was
sich negativ auf den Geradeauslauf auswirkt. Ich halte dies jedoch für
„Kinderkrankheiten“ noch nicht ausgereifter PE-Produktion. D.h. ein
PE-Seekajak, welches schon mehrere Jahre produziert wird, dürfte immer weniger
solcher u.ä. Mängel aufweisen.
4. Nahtverklebung
Seekajaks
aus Faserverbundstoffen bestehen aus zwei Schalen, die zusammengeklebt werden.
Bei geringer Beanspruchung genügt die vielfach nur übliche Innennahtverklebung.
Höherwertig ist eine zusätzliche Außennahtverklebung,
die nicht nur die beiden Schalen fester miteinander verklebt und bei Kollision
nicht sofort aufplatzen lässt, sondern die auch dafür sorgt, dass kleinere
Verklebungsfehler, die immer wieder auch bei teuren Seekajaks anzutreffen sind,
nicht irgendwann zu Undichtigkeiten führen.
Unterschiede
gibt es jedoch auch bei dem verwendeten Nahtbandmaterial
(z.B. PVC-Gewebeband, Glasflies, Glas-, Diolen- oder Kevlar-Gewebe), der
verwendeten Nahtbandbreite (z.B. 2 oder 8 cm), dem eingesetzten „Klebstoff“
(hier: PU-Kleber oder Harz) und natürlich auch hier wieder der richtigen
Verarbeitung (z.B. findet eine Vorbehandlung jener Stellen statt, auf denen das
Nahtband geklebt wird?).
Übrigens,
wenn beim Landtransport eines beladenen Seekajaks eines renommierten deutschen
Seekajakherstellers ein Teil des hinteren Oberdecks abreißt, weil es am extra
dafür vorgesehenen Tragegriff getragen wurde, dann ist die Nahtverklebung
minderwertig gewesen.
5. Kielstreifen
Seekajaks
aus Faserverbundstoffen sind praktisch nicht so robust (abriebfest) wie
PE-Seekajaks. Gerade der bei Seekajaks übliche etwas schärfere Bug- und
Heckbereich (i.d.R. V-Spant) wird insbesondere beim Anlanden bzw. beim Ziehen
über Watt-, Sand- und Wiesenflächen stark beansprucht. Ein Kielstreifen (z.B. Gewebe-Band) oder gar eine aufgeklebte Alu-Leiste sorgt für eine
Sollabriebstelle und schont so die Gewebe-Matten des Unterwasserschiffs.
Übrigens,
ein Kielstreifen aus Kevlar braucht nicht von höhere Qualität zu sein; denn
wenn beim Anlanden auf einem Kiesbett der Kevlarstreifen etwas aufgerissen wird,
kann er dann gerade wegen seiner großen Reißfestigkeit auf ganzer Länge
abgerissen werden. Außerdem frage ich mich, ob das vielfach übliche,
nachträgliche Aufkleben des Kielstreifens ab Werk auf die nahezu unbehandelte
Gelcoatschicht, als hochwertig zu bezeichnen ist. Dennoch werden wir bei
„sauschlechten“ Seekajaks i.d.R. keine Kielstreifen finden.
6. Abschottung
Bei
der Abschottung sind gleich mehrere Punkte zu berücksichtigen, die auf
minderwertige Qualität hindeuten können:
Klebt
der Hersteller die Schottwände nur mit Silikon
ein, werden sie nicht solange Belastungen widerstehen, wie mit einem PU-Kleber
(z.B. Sikaflex). Aber auch bei
PU-Klebern gibt es unterschiedliche Qualitäten.
Bestehen
die Schottwände aus einer geraden Platte,
die auf die Spantenform zugeschnitten sind und verfügen sie über keine Überlappung mit dem Bootskörper, so
kann die Verklebung ebenfalls nicht so haltbar sein; denn mit Hilfe der
Überlappung wird die Klebefläche vergrößert und damit die Haltbarkeit erhöht.
Statt
die Schottwand mit einer Überlappung zu versehen, ist es natürlich auch
möglich, sie per Glasfaserstreifen
mit dem Bootskörper zu verkleben. Wenn die Schottwand von beiden Seiten mit
einem Glasfaserstreifen verklebt wird, ist das natürlich haltbarer, als wenn
nur auf einer Seite der Schottwand ein Glasfaserstreifen verklebt wird.
Besteht
die Schottwand aus hartem, unelastischem
Material, gibt sie beim Einbeulen, das auf Grundberührungen zurückzuführen
ist, nicht nach. Die Beschädigung des Unterwasserschiffs oder der Schottwand
kann die Folge sein. Schottwände aus Hartschaum
stellen jedoch keine Alternative dar. Trotzdem werden sie immer wieder
verwendet, da sie sich leicht einbauen und verkleben lassen. Leider haben sie
einen Nachteil: Sie geben wohl beim Einbeulen nach, beim Ausbeulen löst sich
aber im Laufe der Zeit die Verklebung und die Abschottung wird undicht.
Übrigens,
statt elastischer Schottwände kann auch auf geformte Schottwände zurückgegriffen werden, die so strukturiert
sind, dass sie übliches Einbeulen abfedern können. So etwas finden wir
natürlich nicht bei Billig-Seekajaks.
Problematisch
ist es auch zu sehen, wenn der Hersteller nicht vorsieht, dass bei seinen
Seekajaks das Bugschott maßgeschneidert
auf die Beinlänge des Kanuten angepasst werden kann, bzw. wenn die
Anpassung nur provisorisch erfolgt (d.h. es wird statt der vielleicht
üblichen geformten Schottwand auf eine gerade Platte zurückgegriffen). Dabei
wäre es doch so einfach, statt einer Schottwand mehrere Schottwände für ein Seekajak
bereitzuhalten, sodass den am Kauf interessierten Kanuten wenigstens in
Abständen von 10 cm jeweils eine geeignete Schottwand angeboten werden kann.
Aber so etwas kostet Geld und macht ein Seekajak teurer. Ob das Fehlen
maßgeschneiderter Bugschotts ein wirklicher Nachteil ist, muss jeder selber für
sich beurteilen. Mit jedem 10-cm-Schritt, mit dem die Bugschottwand Richtung
Sitz versetzt werden kann, gewinnen wir jedoch je nach Bootstyp ca. 10-20 Liter
Gepäckraum und sparen wir zugleich 10-20 Liter Cockpitvolumen ein, d.h. wir
können unterwegs mehr Gepäck mitnehmen bzw. brauchen nach einem Wiedereinstieg
aufgrund einer Kenterung mit Ausstieg nicht so viel Wasser aus der Sitzluke zu
lenzen. Natürlich kann ein Seekajak, dessen Bugschott nicht maßgeschneidert
eingebaut werden kann, trotz alledem von höchster Qualität sein, jedoch nur für
solche Kanuten, denen dieses Seekajak von der Beinlänge her „passt“!
Qualitätsunterschiede
kann es aber auch bei Heck-Schottwänden geben. Manche Schottwände werden
irgendwo hineingeklebt, ohne Rücksicht darauf, dass das Cockpitvolumen
möglichst minimiert und der Heckgepäckraum möglichst maximiert wird. Je dichter
die Heck-Schottwand am hinteren Süllrand liegt, desto besser ist es. Wird die
Schottwand auch noch so ausgeformt, dass sie gebogen um die hintere Sitzkante
herumläuft, ist das noch besser. Wird sie dabei etwas angewinkelt, lässt sich
u.U. das Wasser in der Sitzluke leichter lenzen. Den Höhepunkt stellt wohl ein
Sitz dar, der so geformt ist, dass die Sitzrückseite gleichzeitig als
Schottwand ausgeformt ist (sog. „Halfpod“).
Der „Halfpod“ kann nur noch durch den „Seapod“,
quasi eine Art „Seesocken“ aus festem Material, übertroffen werden, mit dem
theoretisch das Cockpitvolumen vermindert werden kann. Voraussetzung dafür wäre
aber zum einen der „lenzwasserminimierende Schnitt“ und das Angebot von
verschiedenen Größen. Ich selber habe mal den „Seapod“ des neuseeländischen
„Oldtimers“ PUFFIN ausgelitert und kam auf ca. 200 Liter, d.h. mindestens 70
Liter zu viel, um als die bessere Alternative zur konventionellen Abschottung
angesehen zu werden.
Was
ist eigentlich von den Sackabschottungen
zu halten? Vereinzelt wird alternativ zur mehr oder weniger starren Schottwand
der Oberteil eines Kentersackes mit Rollverschluss als Schottwand angeboten.
Ich halte dies für eine Lösung für Kajaks, sie nachträglich „kentertüchtig“
abzuschotten. Gegebenenfalls ersparen wir uns sogar die beiden Gepäckluken und
all die Dichtigkeitsprobleme, die mit den Gepäcklukendeckeln verbunden sind.
Der Hauptkritikpunkt solcher Sackabschottungen ist wohl, eine haltbare
Verklebung vorausgesetzt, dass der Wegfall der Gepäckluken das Verstauen des
Gepäcks erschwert (hierin ist auch ein Grund zusehen, dass auf Binnengewässern
immer mehr doppelt abgeschottete Kajaks anzutreffen sind) und dass das
Handhabungsrisiko nicht zu verharmlosen ist; denn die Sackabschottung hält nur
dann dicht und öffnet sich nicht bei Wasserdruck bzw. Gepäckverrutschung, wenn
der Rollverschluss 100% genau umwickelt (wie viel Umdrehung reichen?) und
verschlossen wird. Leider muss das Schließen des Rollverschlusses in einer
Position erfolgen, die sorgfältiges und gewissenhaftes Arbeiten sehr schwer
macht.
Last
not least gibt es noch die dritte
Abschottung für einen Gepäckbereich direkt hinter der Sitzluke. Sie ist
praktisch für jene, die nur Spritztouren unternehmen, da das Tagesgepäck in dem
kleineren Gepäckraum hinter dem Sitz verstaut werden kann, ohne dass es groß
hin & her rutschen kann. Deshalb wird hier auch von Tagesluke („Dayhatch“) gesprochen, obwohl sie während des Tages
unterwegs auf dem Wasser nicht so leicht geöffnet bzw. geschlossen werden kann.
Ansonsten trägt jedoch gerade bei Seekajaks unter ca. 300 Liter Volumen eine
solche dritte Abschottung dazu bei, dass es keinen großen Heckgepäckraum mehr
gibt, sodass größere Gepäckstücke nicht mehr so leicht zu verstauen sind.
Übrigens,
ein Seekajak ohne 3-facher Abschottung ist deshalb nicht grundsätzlich
minderwertiger; dennoch deutet die 3. Abschottung an, dass sich der Hersteller
bemüht, ein Seekajak zu konstruieren, welches den Wünschen der
Küstenkanuwanderinnen und –wanderern möglichst entgegenkommt. Herstellern von
„sauschlechten“ Seekajaks ist es demgegenüber völlig egal, welche Anforderungen
die Kanuten stellen, die hinaus aufs Meer paddeln. Folglich sucht man bei ihren
Seekajaks die 3. Abschottung vergebens.
Und
wie sind die Tagesluken zu
beurteilen, die keine 3. Abschottung erforderlich machen? Solange der
Tageslukenbehälter aus einem starren Behälter, statt eines Sacks besteht, und
die Tagesluke funktionell gestaltet ist:
ist
dagegen nichts einzuwenden und zeugt davon, dass der Hersteller bemüht ist, den
Wünschen seiner Kunden nachzukommen (z.B. Lagerung von Tagesutensilien, die
nicht nass werden bzw. verloren gehen dürfen, wie etwa Seenotsignalmittel,
Erste-Hilfe-Material, Kamera, Werkzeug, Brille, Sonnencreme, Handkompass,
Handy, UKW-Sprechfunk, Seenotbake). Leider kann an der Stelle des Kartendecks,
wo die Tagesluke u.U. eingebaut wird, nicht mehr die äußerst effizient
arbeitende „COMPAC 50“-Handlenzpumpe installiert werden.
7. Süllrand & Sitzluke
Mancher
Süllrand ist so gestaltet, dass eine
Spritzdecke daran nur sehr schwer zu befestigen ist (zu schmaler und
flacher Süllrand, der kaum Griffhalt bietet), nicht brandungsfest ist
(d.h. ein Brecher auf die Sitzluke und die Spritzdecke löst sich vom Süllrand)
und nicht leckfrei zu verschließen ist. Gerade Letzteres wird von
Herstellern billiger Seekajaks übersehen; denn sonst würden sie Süllränder
einbauen, die z.B. stets stetig gerundet sind, d.h. über keine geraden Stücke
verfügen, da dies die Stellen sind, wo die Spritzdecke kaum Halt findet und es
deshalb leckt.
Manche
Sitzluken sind so groß, dass
sie wohl beim bloßen Ein- und Aussteigen an Land bzw. einer Uferböschung
keine Probleme bereiten, wohl aber beim Schließen der viel zu großen
Spritzdecke. Außerdem kann es Probleme beim Paddeln geben, weil wir einfach
keinen festen Sitzhalt finden, der es uns ermöglicht z.B. zu Stützen und
zu Rollen. Oder es kann Probleme beim Wiedereinstieg nach einer Kenterung
geben, da der große Teller der Spritzdecke überall hängen bleibt und einen
dadurch beim Wiedereinstieg vom Wasser in die Sitzluke behindert. Und wenn wir
dann doch noch in unsere Luke Platz nehmen, stellen wir fest, dass wir auf dem
Teller der Spritzdecke sitzen und nur unter Kentergefahr in der Lage sind, die
Spritzdecke hervorzukramen.
Süllränder,
die einfach nur in die Länge gezogen werden, um auf eine entsprechende Größe zu
kommen, sind geradezu dafür vorherbestimmt, dass sie lecken und für wenig
Sitzhalt sorgen. Süllränder in Schlüssellochformat (sog. „Schlüssellochluken“) bieten hier einen
großen Vorteil. Sie können für mehr Sitzhalt sorgen, ohne das Ein- und
Aussteigen wesentlich zu erschweren. Leider finden wir solche Sitzluke nur
selten bei „Billig-Seekajaks“.
Da
solche großen Sitzluken, inkl. Schlüssellochluken die Kartenarbeit erschweren,
zeichnen sich hochwertige Seekajaks dadurch aus, dass für sie alternativ
auch eine kleine Sitzluke (sog. „Seeluke“)
angeboten wird, quasi für jene Kanuten, die es wichtiger finden, wenn ihnen die
Sitzluke die stundenlange Arbeit mit der Seekarte erleichtert. Die halbe
Minute, die sie benötigen, um sich in die enge Sitzluke zwängen, nehmen sie
dabei wohl oder übel in Kauf.
Schließlich
kann beim Einbau des Süllrandes gepfuscht, geschlampt bzw. aus fehlender
Fachkenntnis der falsche, billigere Kleber verwendet werden. Die Folge: nicht
wegen einer undichten Spritzdecke, sondern wegen eines undichten Süllrandes leckt
es ständig in die Sitzluke. Den Höhepunkt von Schlamperei erlebte ich einmal
bei einem „reinrassigen“ Seekajak: Nach einer Kenterung fiel ein Kanute aus
seiner Sitzluke, weil sich der Süllrand völlig vom Oberschiff gelöst hatte.
Übrigens, so etwas kann auch bei teuren Seekajaks passieren. Insofern schützt
uns ein höherer Preis nicht davor, dass wir ein „sauschlecht“ verarbeitetes
Seekajak ausgeliefert bekommen.
8. Sitz
Bei
den nordamerikanischen Seekajaks treffen wir die wahren „Fernsehsessel“ an.
Dort gibt es Sitze, die in Längsrichtung (verbessert den Trimm), in Höhe
(macht das Kajak kippliger oder weniger kipplig) und in Neigung (macht das
Kajak bequemer) verstellbar sind,
und zwar nicht nur an Land oder sondern auch unterwegs auf dem Wasser?
Zum
richtigen Sitz gehört natürlich auch eine funktionelle Rückenlehne, die nicht nur den Rücken stützt (ist dafür wirklich
eine Rückenlehne erforderlich, oder reicht es nicht, wenn die Sitzhinterkante
etwas hochgezogen wird?), sondern auch so gestaltet ist, dass diese beim
Eskimotieren bzw. beim Wiedereinstieg nach einer Kenterung nicht stört? Welcher
„Kenterbruder“ kennt es nicht, dass er nach dem Wiedereinstieg nicht sofort
weiter paddeln kann, weil sein etwas gedankenlos konstruierter Rückengurt sich beim
Hineinsetzen in die Sitzluke verdreht hat!
Ist
das aber nun so schlimm? Nun, ich finde, dass es genügt, wenn uns beim
Wiedereinstieg der Seegang Schwierigkeiten bereitet. Da ist es absolut unnötig,
wenn wir nun auch noch mit den Tücken des Seekajaks kämpfen müssen, sei es:
Ja,
das sind alles Probleme, die einen „Kenterbruder“, aber auch seinen Retter
verzweifeln lassen kann.
9. Schenkelhalt
Ist
die Sitzluke so gestaltet, dass sie für entsprechenden Schenkelhalt sorgt, der
gerade bei Seegang bzw. beim Stützen & Rollen sehr wichtig ist? Starre Schenkelstützen sind besser als
gar keine. Da sie nicht verstellbar sind, passen sie – wenn überhaupt – nur bei
einer bestimmen „Sitzgröße“. Derjenige, dem die Schenkelstützen keinen Halt
bieten, kann nur durch nachträgliche mehr oder weniger umfangreiche
Bastelarbeit (hier: Schrauben & Kleben) – wenn überhaupt – für genügend
Schenkelhalt sorgen.
Das
Optimum stellen derzeit Schenkelstützen dar, die auf die Größe eines Kanuten
anpassbar – da verstellbar – sind.
Wir finden leider so etwas bislang fast ausschließlich nur bei einigen
PE-Seekajaks. Minderwertige Seekajaks dagegen verfügen meist über gar keine
Schenkelstützen bzw. über Schenkelstützen, die eigentlich keinen Schenkelhalt
bieten.
Übrigens,
der Schenkelhalt kann nicht so richtig während einer Sitzprobe im Trockenen,
sondern nur auf dem Wasser geprüft werden, und zwar dann, wenn die
Beinbekleidung feucht und rutschig ist. Erst dann zeigt sich, ob einem das
Seekajak wirklich Schenkelhalt bietet.
Beim
Prüfen des Schenkelhalts ist jedoch darauf zu achten, dass es uns auch möglich
sein muss, die Beine vom Halt der Schenkelstützen zu lösen. Wenn wir nämlich
mit unserem Seekajak Strecke paddeln wollen, muss es möglich sein, die Beine
nicht nur zu spreizen (um den Schenkelhalt zu festigen), sondern auch parallel
zu legen (um den Schenkelhalt zu lösen). Vorwärtspaddeln erfolgt nämlich nicht
nur mit den Armen und Rücken, sondern auch mit den Beinen. Schenkelstützen
dürfen daher nicht die Beinarbeit behindern. Sie sollen nur dafür da
sein, damit der Kanute beim Paddeln im Seegang effizient Stützen & Rollen
kann, d.h. beim Stützen & Rollen nicht den Sitzhalt verliert und aus
der Sitzluke fällt.
10. Hüfthalt
Die
Möglichkeit, den Sitz an der Hüftbreite des Kanuten anzupassen, ist ein
Qualitätszeichen. Erreicht werden kann das dadurch, dass der Hersteller unterschiedliche Sitzbreiten anbietet
bzw. als Extra anbietet, den Sitz mit verschieden dicken Hüftpolstern
aus Schaumstoff auszurüsten, sodass dem Kanuten die nachträgliche
Materialbeschaffung und Bastel- & Klebearbeit erspart bleibt. Bei
„sauschlechten“ Seekajaks muss sich der Kunde selber um seinen Hüfthalt
kümmern, leider aber auch bei vielen teureren Seekajaks.
11. Fußhalt
Gerade
bei Seekajaks mit Steueranlage gibt es beträchtliche
Qualitätsunterschiede, was die Steuerpedalen
betrifft. Manche sind so konstruiert, dass sie keinen Fußhalt (auch
nicht wenigstens einen Hackenhalt) bieten, sodass jeder Paddelschlag
auch mit einer Bewegung der Füße und folglich mit einem Steuerausschlag
einhergeht.
Manche
Steueranlagenpedalerie lässt sich so schwer fixieren, dass sie sich
immer wieder während der Fahrt verstellt.
Andere
Steueranlagen erfordern anfänglich – bis dass die Pedalerie auf die Beinlänge
eingestellt ist – eine große Fummelarbeit. Im Vergleich dazu bieten die
Nordamerikaner Steueranlagen an, deren Pedalerie sogar während der Fahrt
verstellt werden kann.
Schließlich
wird die Pedalerie bei manchen Seekajaks auf Aluschienen befestigt, die
so schlecht mit dem Bootskörper verklebt sein können, dass sie sich nach 1-2
Saisons wieder lösen.
12. Steueranlage
Minderwertige
Skegs sind wohl m.E. noch nicht anzutreffen, wohl aber minderwertige
Steueranlagen. Das Optimum stellt hier die unter dem Heck integrierte Steueranlage dar, die eingezogen weder beschädigt
werden kann noch das Seekajak luvgierig werden lässt. Sie sollte jedoch so
gestaltet werden, dass Sand & Schlick nicht dazu führen können, dass das
Steuerblatt verklemmt.
Eine
preiswertere und nicht ganz so effizient wirkende Alternative stellen die Heckumklappsteueranlagen (sog.
„Flip-off“-Steueranlagen) dar, die dafür sorgen, dass sich das Steuerblatt auf
das Achterdeck legen kann, damit es bei einer Kenterung mit Grundberührung
nicht allzu sehr absteht und abbricht. Steuerblätter, die beim Hochziehen gen
Himmel ragen bzw. Unterhecksteueranlagen, die nicht einziehbar sind,
können bei Grundberührung spätestens beim Kentern in der Brandung beschädigt
werden.
Leider
sind die Steuerblatthalterungen solcher „Flip-off“-Steueranlagen
vielfach viel zu voluminös bzw. scharfkantig gestaltet, sodass
sich ein „Kenterbruder“ bzw. seine Retter daran verletzen können. Auch
sind manche Steuerblätter bzw. Steuerblatthalterungen so schwach dimensioniert
bzw. konstruiert, dass sie nicht surftüchtig sind, d.h. beim „Ritt“ über
die Wellen verbiegen sie sich oder schwimmen auf. Schließlich sind
einige Steueranlagen so simpel gestaltet, dass es Schwierigkeiten mit dem
Hochziehen bzw. Herunterlassen des Steuerblattes gibt.
Last
not least gibt es noch ein weiteres Problem mit der Steueranlage. Bei der
Gestaltung des Hecks wird nicht immer berücksichtigt, dass anschließend am Heck
eine Steueranlage befestigt wird. Die Folge ist, dass:
Bei
der Konstruktion hochwertiger Seekajaks wird die Verwendung von Steueranlagen
von vornherein berücksichtigt. Natürlich gibt es auch hochwertige Seekajaks,
deren Konstrukteure gar nicht die Verwendung von Steueranlagen vorsehen. Leider
ignorieren das vielfach die Händler und hängen nachträglich einfach ein Steuer
ans Heck, egal wie wirksam es dort seine Arbeit verrichten kann. Nachträglich
wundern wir uns dann, wie „sauschlecht“ ein solch teures Seekajak mit Steuer
auf Kurs zu halten ist.
Übrigens,
es gibt Experten unter uns Küstenkanuwanderern, die gänzlich auf Steuer und
auch Skeg verzichten. Sie setzen ganz darauf, dass sie mit einer optimalen
Bootsform (Knickspanter?), dem richtigen Trimm und entsprechender Paddeltechnik
ihr Seekajak auch bei rauen Gewässerbedingungen beherrschen, manchmal sogar bei
Surfbedingungen. Leider bietet auch manch ein Billiganbieter Seekajaks ohne
„Alles“ an. Meistens sind deren Bootsformen so wenig seegangstüchtig, dass
noch nicht einmal ein Experte - geschweige denn die anderen - damit auf einer
Tour hinaus aufs Meer zurecht kommen können. D.h. so ein Kajak mag wohl als
„Strandspielzeug“ aber nicht als Seekajak geeignet sein.
13. Gepäcklukendeckel
100%ig
dicht sind eigentlich nur die elastischen
runden Lukendeckel, so wie sie die Briten (VALLEY) als erstes, dann die
Finnen (KAJAK-SPORT) und nun auch andere anbieten, vorausgesetzt die Hersteller
haben die Deckelhalterungen dicht unters Oberdeck geklebt.
Die
elastischen ovalen Lukendeckel sind praktisch, aber können auf Grund von
Schlamperei beim Verkleben bzw. wegen Unachtsamkeit beim Verschließen der
Deckel (eine Passgenauigkeit von 0° ist erforderlich!) undicht werden.
Letzteres geht wohl aufs Konto des Kanuten, aber die meisten Hersteller
erschweren es ihm auch, den ovalen Deckel passgenau aufzusetzen, da eine
entsprechende Markierung auf dem Oberdeck und dem Deckel fehlt.
Die
vielen anderen Deckel mit Hartplastikdeckelverkleidung
inkl. Neodeckelabdichtung, die per Riemen
vor dem Öffnen gesichert werden, sind nie ganz dicht, zumindest nicht dann wenn
auch mal bei einem 5er Wind bzw. in der Brandung gepaddelt & gekentert
wird. Gerade bei Billigbooten treffen wir noch häufig auf solche
Deckelvarianten an, wahrscheinlich weil sie billiger einzubauen. Aber auch bei
manchem teuren Seekajak finden wir sie. Es gibt halt immer noch Kanuten, die
mehr Wert auf leichte statt auf wasserdichte Verstaubarkeit ihres
Gepäcks legen, und die es sich nicht vorstellen können, dass sie nach einer
Kenterung in ihrer Not versuchen, sich genau an jenen Riemen hochzuziehen, die
eigentlich dazu da sind, den Gepäcklukendeckel wasserdicht geschlossen zu
halten.
Vereinzelt
versuchen auch Hersteller, Gepäcklukendeckel per aufblasbarem
Fahrradschlauch auf dem Oberdeck zu fixieren und abzudichten. Aus welchen
Gründen auch immer, gelang es jedoch nicht, stets die Deckel dicht zu bekommen.
Außerdem gab es Schwierigkeiten mit der Temperaturempfindlichkeit der Schläuche
(bei großen Temperaturunterschieden konnten sie schon mal platzen) bzw. mit der
Rostempfindlichkeit der Ventile.
14. Fittings &
Rettungshalteleine
Empfehlenswert
sind auf dem Oberdeck eingelassenen
Fittings (zwecks Befestigung der Rettungshalteleinen bzw. der
Kartenhaltegummis). Suboptimal sind jene Halterungsösen, die einfach auf
Deck einlaminiert sind (und bei starker Belastung ausbrechen können)
bzw. verschraubt werden, gegebenenfalls ohne Unterlegscheiben, Abdichtung
und mit scharfkantigen Schrauben, die die Gepäcksäcke beim Verstauen
beschädigen können.
Der
Einbau von integrierten Fittings ist etwas aufwändiger und somit teurer.
Deshalb sparen manche Hersteller daran. Andere bieten dagegen an, gegen
Aufpreis überall dort Fittings zu integrieren, wo wir sie haben möchten. Ich
halte z.B. auf dem Vorderdeck mindestens 11 Fittings für erforderlich,
wobei ein Paar Fittings seitlich direkt in Höhe der vorderen Sitzluke
eingelassen werden sollte, damit die mindestens
6-8 mm dicke Rettungshalteleine überall einen festen und
verletzungsfreien Halt bieten kann, und zwar sowohl dem „Kenterbruder“ als
auch seinem Retter, wenn dieser beim Wiedereinstieg hilft. Bei manchem Billig-Seekajak
wird ganz auf Fittings verzichtet bzw. werden nur 5 Fittings verschraubt, durch
die max. eine 4 mm dünne, bei Kälte zum Messer mutierende Rettungshalteleine
passt.
Integrierte
Fittings sehen aber nicht nur schöner aus, sondern tragen auch dazu bei, dass
wir uns nach einer Kenterung beim Wiedereinstieg nicht daran so leicht
verletzten/stoßen bzw. hängen bleiben können, wie bei den lediglich aufgeschraubten
Varianten.
15. Toggle
Wer
noch nie nach einer Kenterung mit Ausstieg sein Seekajak festhalten musste,
damit es nicht von der brechenden See fortgetrieben wird, weiß nicht, wie
wichtig es ist, dass zumindest der Bug-Toggle
so befestigt wird, dass wir an ihm unser Seekajak halten können, ohne dass
dabei unsere Finger gequetscht werden können und unser Hand nicht ausgerenkt
werden kann. Je billiger ein Seekajak übrigens ist, desto weniger Mühe macht
sich der Hersteller bei der Befestigung des Haltegriffs am Bug. Vielfach spart
er ihn ganz ein. Leider ist auch vielen Herstellern teurer Seekajaks der Nutzen
richtig installierter Toggles unbekannt. Die Folge: Die meisten Toggles an
Seekajaks sind „sauschlecht“ angebracht. Der Bastler ist dann wieder gefragt.
16. Integrierter Kompass
Manche
Hersteller überlassen es dem Kanuten, ob und wie er einen Kompass aufs Deck
schraubt. Andere bieten extra Mulden
an, wo hinein der Kompass so eingebaut werden kann, dass er nicht nur optimal
ablesbar, sondern zusätzlich auch bei Anwendung der X- oder T-Lenz-Methode
nicht beschädigt werden kann. Das hat natürlich seinen Preis. Deshalb finden
wir daher meist bei minderwertigen Seekajaks, aber manchmal auch bei den recht
teuren „Amerikaner“, keine vorgefertigten Möglichkeiten zum Einbau eines
Kompasses. Es muss dann wieder gebastelt, d.h. gelocht, gebohrt und verklebt
werden, was wiederum typisch für minderwertige Seekajaks ist.
Übrigens,
mit einem Handkompass lässt sich auf Seegang nur bei „Ententeichbedingungen„
navigieren. Und die Kompasse, die wir per Elastikleine locker auf dem
Vorderdeck befestigen können, funktionieren nicht so recht bei Seegang und sind
auch schwerer abzulesen.
17. Kartendeck
Es
ist schon ein Unterschied:
Die
meisten „Billig-Seekajaks“, aber leider auch manche anderen Seekajaks zeichnen
sich dadurch aus, dass seinem Hersteller gar nicht die Notwendigkeit bewusst
ist, dass unterwegs auf dem Meer bei Seegang & Wind mit der Seekarte
gearbeitet werden muss. Obwohl es kaum etwas kostet, bei der Konstruktion eines
Seekajaks ein Kartendeck mit einzuplanen, wird es trotzdem nicht getan. Das hat
wohl nichts mit minderwertiger Materialqualität, wohl aber mit minderwertiger
Konstruktionsarbeit zu tun. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Was der
Hersteller verschlammt bzw. ignoriert, muss der Bastler wieder beheben. D.h. er
bastelt solange an seinem Vorderdeck bzw. auf seiner Spritzdecke herum, bis die
Seekarte festen Halt hat. … und zum Schluss schimpft er noch nicht einmal über
den Hersteller, sondern freut sich über seine Bastelarbeit gerade so wie ein
Hobbykoch, der eine fade schmeckende Tütensuppe mit ein paar Zutaten
verfeinert.
18. Integrierte Lenzpumpe
Immer
wieder werden Seekajaks angeboten, bei denen der Einbau von Lenzpumpen nicht
vorgesehen ist, weder eine Hand- noch eine Fußlenzpumpe. Aber ist denn eine tragbare
Handlenzpumpe soviel schlechter. Nun:
19. Volumen
Je
kleiner das Sortiment eines Seekajak-Herstellers, desto geringer sind seine
Kosten. Deshalb scheuen es gerade die Hersteller von „Billig“-Seekajaks, mehr
als ein, zwei Seekajaks mit unterschiedlichem Volumen anzubieten. Das ist nicht
weiter schlimm, wenn nicht die Händler, die solche Seekajaks vertreiben, beim
Verkauf so tun, als ob das Volumen keine Kaufentscheidungsrelevanz besitzt. Die
Folge: Manch eine Kanutin oder Kanute kauft sich ein Seekajak, welches ihm
einfach nicht „passt“. Erst wenn sie damit später bei Wind & Welle nicht
zurecht kommen, ahnen sie vielleicht, dass das nicht an ihnen, sondern am
Seekajak liegt.
Die
Hersteller teurer Seekajaks dagegen bieten eine ganze Vielfalt von verschieden
großen, letztlich voluminösen Seekajaks an, sodass große wie kleine, schwere
wie leichte Kanutinnen und Kanuten die Möglichkeit haben, das Seekajak zu
finden, das wie maßgeschneidert ihren Anforderungen entspricht.
20. Extras
Es
gibt noch eine Vielzahl weiterer Punkte, die ebenfalls darauf hindeuten, dass
der Hersteller höherwertige Seekajak anbieten möchte, d.h. Seekajaks, die den
Anforderungen des Küstenkanuwandern gerecht werden. Z.B.:
Welche Relevanz hat das für uns?
Insgesamt
sind es 20 Punkte geworden, die als Indikator für minderwertige bzw.
höherwertige Seekajaks dienen können. Leider wird derzeit auf dem Markt kein
Seekajak angeboten, das alle diese Punkte erfüllt, aber es gibt gerade im
allerniedrigsten Preissegment Seekajaks, die kaum einen dieser Punkte gerecht
werden. Diese können wir zurecht als „sauschlecht“ abqualifizieren. Sie sind
teilweise von solch schlechter Qualität, dass ihr - wenn auch noch so niedriger
- Preis nicht gerechtfertigt ist.
M.E.
ist es jedoch aus der Sicht des Küstenkanuwanderns durchaus diskutabel, die
Behauptung zu vertreten, dass jedes Seekajak, welches nur in einem der hier
aufgeführten Punkte eine minderwertige Lösung anbietet, dann als „sauschlecht“
einzustufen ist. Gibt es doch immer wieder Situationen beim Küstenkanuwandern,
insbesondere dann, wenn das Seekajak nicht bei Ententeichbedingungen zum
„Strandrutschen“ eingesetzt wird, sondern auch noch bei schwierigen
Gewässerbedingungen (so ab einem Salzwasserschwierigkeitsgrad von SSG = III, welcher
spätestens ab 4-5 Bft. Wind anzutreffen ist), bei denen es darauf ankommt, dass
jeder einzelne dieser 20 Punkte voll stimmig ist. Z.B. gilt das auch für die
Reflexstreifen. Spätestens dann, wenn wir bei Dunkelheit im Watt unser dort
abgelegtes Seekajak suchen bzw. wenn wir wegen eines Notfalls bei Dunkelheit
auf Kollisionskurs mit einem Fischerboot geraten, zeigt sich sehr schnell, was
kein „sauschlechtes“ Seekajak ist.
Dennoch
bleibt es jeder Kanutin und jedem Kanuten überlassen, ob er ein solches
Seekajak für sich selber als „sauschlecht“ einstuft bzw. ob die hier
kritisierten Schwachstellen für ihn irgendwelche Relevanz besitzen. Auch mit
einem „sauschlechten“ Seekajak kann auf dem Wasser gepaddelt werden. Vielen
genügt das. Mittlerweile sind auf Flüssen und See mehr Seekajaks anzutreffen
als an der Küste. Warum sollen die alle „hochseetüchtig“
sein. Wenn wir jedoch irgendwann einmal höhere Anforderungen an ein Seekajak
stellen, können wir mit mehr oder weniger intensiver Bastelbarbeit noch manches, leider aber nicht alles aus einem
„sauschlechten“ Seekajak herausholen. Wer „zwei linke Hände“ hat bzw. lieber
mit seinem Seekajak paddeln gehen als an ihm herumbasteln möchte, der sollte
jedoch vor dem Kauf eines Seekajaks erkennen können, ob das Seekajak, für das
er sich gern entscheiden möchte, für die Seefahrt taugt. Ich hoffe, dieser
Beitrag hier ist ihm dabei etwas von Nutzen.
Hinweis: Ich danke Gerold Büschen für seine kritischen Anmerkungen
sowie Ulf Böckenholt, KajakFun, Mark Huber, Ralf Schmidt & Seelöwe für ihre
Anregungen, die sie mir im SEEKAJAKFORUM.de gaben, in dem ich dieses Thema
Anfang Febr. 2006 als erstes zur Diskussion unter dem Thread „Billig-Seekajaks:
Woran können wir sie erkennen“ gestellt hatte.
Text: U.Beier – www.kanu.de/kueste/
Links:
DKV
Marktübersicht: Seekajaks (Einer)
è www.kanu.de/nuke/downloads/Marktuebersicht-SK1.pdf
Seekajak-Kauf:
10 praktische Hinweise
è www.kanu.de/nuke/downloads/Seekajakkauf-Hinweise.pdf
Seekajak-Kauf:
10 wichtige Stichpunkte
è www.kanu.de/nuke/downloads/Seekajakkauf-Stichpunkte.pdf
„Sauschlechte“
Seekajaks. Gibt’s die überhaupt und auf was sollten wir achten?
è www.kanu.de/nuke/downloads/Sauschlechte-Seekajaks.pdf
„Sausichere“
Seekajaks. Zur Kippligkeit von Seekajaks: 10 wacklige Tatsachen
è www.kanu.de/nuke/downloads/Sausichere-Seekajaks.pdf
„Sauschnelle“
Seekajaks. Na, gibt’s denn so ’was?
è www.kanu.de/nuke/downloads/Sauschnelle-Seekajaks.pdf
S-Klasse-Seekajaks.
Etwas für leichte Mädchen, nichts für schwere Jungs
è www.kanu.de/nuke/downloads/S-Klasse-Seekajaks.pdf
Volumen
& Sitzhalt. 2 kaufentscheidungsrelevante Kriterien
è www.kanu.de/nuke/downloads/Volumen&Sitzhalt.pdf
Kielschutz:
Technik & Taktik. 10 schützende bzw. schonende Möglichkeiten
è www.kanu.de/nuke/downloads/Kielschutz.pdf
Toggles.
10 nicht ganz haltlose Punkte
è www.kanu.de/nuke/downloads/Toggle.pdf
Sichtbarkeit.
10 einleuchtende Punkte
è www.kanu.de/nuke/downloads/Sichtbarkeit.pdf
Seetüchtige
Ausrüstungsgegenstände. 10 praktische Tipps
è www.kanu.de/nuke/downloads/Ausruestungsgegenstaende.pdf