02.04.2007 Seenotbaken: alte und neue Notrufsysteme (Ausrüstung)
In der Zeitschrift SEGELN
wird auf eine Ankündigung der Betreiber des Satellitensystems COSPAS-SARSAT
hingewiesen, dass am 1.02.09
die Notruffrequenzen 121,5 und 243 MHz nicht mehr empfangen und somit ein auf
121,5 bzw. 243 MHz ausgestrahltes Notsignal auch nicht mehr an die
Seenotleitstellen weitergeleitet wird. Ab dann werden u.a. nur noch die Notrufe
jener Seenotbaken, die mit der Frequenz 405 MHz arbeiten, empfangen und
weitergegeben. D.h. alle Seenotbaken (sog. EPIRB’s) bzw. personenbezogene Baken
(sog. PLB’s), die noch mit den Frequenzen 121,5 bzw. 243 MHz arbeiten, sind ab
dann nicht mehr einsetzbar. Die Frequenz 121,5 MHz dient nur noch dem lokalen
Anpeilen des Havaristen.
Die 405-MHz-Baken haben den
Vorteil, dass sie:
- mit 5 Watt leistungsstärker sind (statt: 0,1
Watt);
- ein digitales Signal aussenden, das u.a. einen
Code enthält, mit dessen Hilfe der Eigentümer des Gerätes identifiziert
werden kann (was die Anmeldung der Seenotbake, die Registrierung des
Eigentümers und die Codierung des Gerätes zwingend erforderlich macht!);
- es ermöglichen, dass die Position des Havaristen
bis auf 5 km (bei integriertem GPS-Gerät: auf 100 m) genau ermittelt
werden kann (statt: 20 km);
- eine Alarmierungszeit von 5 Minuten haben
(statt: 45 Minuten).
Übrigens, in den USA dürfen
die 121,5/I243-MHz-Baken seit 2003 nicht mehr verkauft und seit 20065 nicht
mehr benutzt werden.
Für das Küstenkanuwandern bieten
sich die beiden folgenden handlichen Seenotbaken-Modelle an, die beide über ein
integriertes GPS-Gerät verfügen:
- ACR
AquaFix 406
- McMurdo
FastFindPLB Plus
Quelle: SEGELN,
Nr. 4/07, S.104 – www.segelnmagazin.de
Link:
è
www.cospas-sarsat.org/FirstPage/121.5PhaseOut.htm
è
www.equipped.com/uscgsarsat.htm
è
www.kanu.de/nuke/downloads/Seenotsender-ACR.pdf