In OUTDOOR veröffentlicht Borris Gnielka unter dem Titel:
„Die besten Zelte des Jahres: Home, Sweet Home.
OUTDOOR präsentiert Ihnen die 12 besten Zelte für
Trekking- und Bergtouren“
OUTDOOR stellt dabei Zelte vor,
die bei bisherigen Tests mit am besten abgeschnitten hatten. Insgesamt werden 6
Trekkingzelte vorgestellt, die nur die Testurteile „überragend“ (allein
für: „Hilleberg Keitum“) und „sehr gut“ (für: „Vaude Space III light“, „Exped
Venus II Extrem“, „Marmot Swallow 2P“, „Salewa Sierra Leone“ und „Rejka
Cataluna“) erhalten hatten.
Außerdem werden 6 Leichtzelte
präsentiert, die allesamt mit „sehr gut“ abschnitten: „Hilleberg Nallo 2“,
Mountain Hardwear 2“, „Exped Vega“, „Jack Wolfskin Lighthouse I RT“, „Terra
Nova Laser Competition“ und „Robens Lemon Light“.
Getestet wurden dabei:
Leider wird bzgl. des
Kriteriums „Wetterschutz“ nicht offen gelegt, wie diese Testergebnisse zustande
kamen.
Anders sieht das z.B. bei
den Tests des norwegischen Verbrauchermagazins „FORBROKER“ (Nr. 4/06) aus. Es
testete u.a. auch Wasserdichtigkeit, Reißfestigkeit, Weiterreißfestigkeit,
Abriebfestigkeit und die Qualität der Nähte (inkl. Bandverschweißung). Auch
wurde erläutert, wie diese Kriterien getestet wurden:
a) Wasserdichtigkeit: Die Wasserdichtigkeit wurde gemäß der Norm „NS – ISO 811:1992“ geprüft.
Dieser Test misst die Wasserdichtigkeit des Stoffes bei zunehmenden statischen
Druck (Wassersäule) bis die ersten 3 Tropfen durchdrücken. Der Maximaldruck der
mit dem Apparat erreicht wurde, war 1.000 mbar (entspricht etwa 10.200 mm
Wassersäule). Es wurden jeweils 5 Muster des Außenzelt-Stoffes getestet. Wenn
die 5 Resultate sehr verschieden waren, wurden nochmals weitere Muster
getestet.
b) Abriebfestigkeit: Der Zeltbodenstoff wurde gemäß der Norm „EN 530:1994“ und der
Abriebverlust gemäß der Norm „NS-EN ISO 12947-3:1999“ getestet. Dabei werden 3
Muster des Stoffes in einem Martindale Abriebtest-Apparat eingespannt, der den
Stoff mit feinem Glasschleifpapier P600 unter einem Druck von 9 kPA fortlaufend
abscheuert. Dies erfolgte in Intervallen von jeweils 50 Abriebzyklen bis zu 200
Zyklen, dann jeweils 100 Abriebzyklen bis zum Testende. Das Abriebmaterial
wurde nach jedem zweiten Intervall entfernt. Der Test wurde solange
durchgeführt bis ein Loch in der Beschichtung des Stoffes entstand. Ebenso
wurde ermittelt, wann die ersten 2 Fäden des Gewebes zerrissen waren, auch
wurde der Gewichtsverlust des Gewebes durch Abrieb festgestellt.
c) Reißfestigkeit bzw. Weiter-Reißfestigkeit: Die Reißfestigkeit bzw. Weiter-Reißfestigkeit wurde
gemäß der Norm „NS-EN ISO 13934-1:1999“ bzw. „NS-EN ISO 13937-1:2000“
ermittelt. Dabei wurden jeweils 5 Stoffmuster in jeder Richtung des
Außenzelt-Stoffes genommen (Ketten- wie Schuss-Richtung). Je höher der Wert,
desto weiterreißfester ist der Stoff.
Am besten Schnitt dabei das
Zelt „Exped Orion Extreme“ ab (80 Punkte). Dann folgten „North Face VE 25“ (77
Punkt), „Fjällräven Akka R/S 3 (76 Punkte), „Helsport Fjellheimen 3 Camp“ (74
Punkte), „Haglöfs Genius 23“ (71 Punkte). „Halti Alfa XPD II“ (67 Punkte),
„Hilleberg Nallo 3 GT“ (61 Punkte), „McKinley Escape 3 Camp“ (49 Punkte) und
„Bergans 6003 Kompakt 3-Manns“ (46 Punkte).
Da in Deutschland gerade die
„Hilleberg“-Zelte dank des Vorurteils „Preis bürgt für Qualität!“ und der
„guten Presse“ als „Spitzenzelte angesehen werden, möchte ich den norwegischen
Test-Kommentar hier einmal vorstellen:
Leider versäumten auch die
Norweger zu testen, wie sich UV-Strahlen auf die Haltbarkeit der Zeltstoffe
auswirken. Ist das doch geraden beim Küstenkanuwandern wichtig, wenn bevorzugt
Standquartiere ausgewählt werden.
Quelle: OUTDOOR,
Nr. 8/07, S.92-97 – www.outdoor-magazin.com
Link: (zum
Test des norwegischen “FORBROKER”)
è
www.exped.com > Zelt Orion Extrem