01.07.2008 Notruf per Handy (Ausrüstung)
In KANU SPORT arbeitet Jutta Kaiser in dem Beitrag:
„Praxistipp: Notruf – Mehr Sicherheit am Wasser mit
dem Mobiltelefon“
die Bedeutung des Handys
beim Absetzen eine Notrufes heraus. Einige Punkte sind besonders Wert, hier
hervorgehoben zu werden:
- Das Mobilfunknetz wird im besser ausgebaut;
dennoch sollten wir eine Tour so planen, dass wir auch ohne Handy in der
Lage sind, einen Notruf abzusetzen.
- Wenn schon ein Handy mitgenommen wird, sollte
vor Antritt der Fahrt dafür gesorgt werden, dass der Akku voll geladen
ist.
- Sollte kein oder nur ein sehr schlechter
Netzempfang vorhanden sein, kann ein kleiner Ortswechsel u.U. zu einer
Verbesserung des Netzempfangs führen.
- Die Notrufnummer des Landes, wo gepaddelt wird,
sollte vor Beginn einer Tour eingespeichert werden. Eine Übersicht von
Notrufnummern finden wir auf der DKV-Homepage: www.kanu.de/go/dkv/home/freizeitsport/sicherheit/notfrufnummern.xhtml
- Hilfreich ist auch die Kenntnis von ein paar
einen Notfall beschreibende Wörtern in der Landessprache, damit der Notruf
auch als solcher vom Empfänger verstanden werden kann.
- Beim Absetzen des Notrufs sind die folgenden „6
W’s“ zu beachten:
1) Wo geschah es?
2) Was geschah?
3) Wie viele Verletzte gibt es?
4) Welche Art der Verletzung?
5) Wer meldet den Notfall?
6) Warten auf Rückfragen?
- Das Handy sollte nach dem Absetzen des Notrufs
nicht ausgeschaltet werden, um den Rettungskräften die Ortung des Handys
zu ermöglichen.
- Aber auch dann, wenn kein Notfall vorliegt, kann
das Handy von Vorteil sein (z.B. um Absprachen mit Dritten zu
ermöglichen).
- Das Handy sollte wasserdicht verpackt und am
Körper getragen werden.
- Der DKV empfiehlt übrigens, dass zumindest
Fahrtenleiter, Trainer oder Kurleiter bei organisierten Veranstaltungen
ein Handy mitzuführen (siehe: KS 2/07).
Weiter Punkte sind noch
nachzutragen:
- In Anbetracht dessen, dass bei einer Tour
mehrere Mitpaddler mit einem Handy ausgerüstet sind, sollten vor Beginn
einer Tour die Handynummern ausgetauscht werden.
- Es muss jedem bewusst sein, dass die Handhabung
eines Handys auf dem Wasser stark eingeschränkt seien kann, sei es,
a) dass wegen der wasserdichten Verpackung das Handy
nicht sofort angeschaltet werden kann,
b) dass wegen des Geräusches, das von Wind, Welle und
Strömung verursacht wird, der Empfänger nicht gehört werden kann,
c) bzw. dass wegen des Sonnenlichts das Display nicht
abgelesen werden kann.
- Übrigens, wer auf dem Meer paddelt kann auch mit
Hilfe eines UKW-Sprechfunkgerätes einen Notruf absetzen bzw. mit
Seenotsignalmitteln bzw. einer Seenotbake darauf aufmerksam machen, dass
der Seenotfall eingetreten ist.
Quelle: KANU
SPORT, Nr. 7/08, S.26-27 – www.kanu.de
Vgl. auch: KANU SPORT; Nr.
2/07
Link:
www.kanu.de/nuke/downloads/Mayday.pdf
www.kanu.de/nuke/downloads/Signalmittel-Uebersicht.pdf
www.kanu.de/nuke/downloads/Seenot-Signalmittel.pdf
www.kanu.de/nuke/downloads/Nicosignal.pdf
www.kanu.de/nuke/downloads/Seenotbaken.pdf
www.kanu.de/nuke/downloads/Seenotsender-ACR.pdf