Vom
25.10.-
Leider
hat sich der Trend, dass immer weniger Kanu-Hersteller bzw. –händler bereit
sind, auf der „Hanseboot“ präsent zu sein, bestätigt. Dieses Jahr fehlen
LETTMANN und PADDEL-MEIER. Was bleibt sind (in alphabetischer Reihenfolge):
EKÜ, GADERMANN, NAUTIRAID, NEUMANN, KLEPPER und JÜBERMANN (mit seinem
einzigartigen Angebot an für Kanuten maßgeschneiderte Karten) … und die muss
man nun im Erdgeschoss der Halle B1 richtig suchen; denn der Rest der Halle
wird von den Surfbranche dominiert, die bis zum letzten Jahr im 1. Geschoss zu
finden war.
Das
Angebot an Produkten, die das Küstenkanuwandern betreffen, wird nunmehr
eindeutig von GADERMANN „beherrscht“.
Lediglich
NEUMANN ( www.willyneumann.de ) hält
noch die Stellung und hat jene Seekajaks ausgestellt, die wir uns schon im
letzten Jahr auf der Messe anschauen konnten:
„Robbe“ (510x58cm);
„Stingray“ (570x52cm),
sowie zwei ROTOMOD-Seekajaks – www.rotomod.com
„Presto 4.75“ (475x58cm);
„Presto“
Immerhin
hatte ich die Gelegenheit, mir die neueste Variante der NAVIGATOR-Steueranlage
von KAJAK-SPORT (Finnland) ( www.kajaksport.com
) anzuschauen. Eine Schwachstelle dieser Steueranlage war bislang, dass das
Steuerblatt beim schnelleren Paddeln etwas aufschwimmen konnte. Bei dem neuen
Modell soll das nicht mehr möglich sein. Erreicht wird dies dadurch, dass beim
Herunterlassen des Steuerblattes ein Knebel in einer Mulde einrastet. Beim
Ausprobieren funktioniert das jedoch nicht 100%ig; denn das Gummi, welches das
Steuerblatt hinunter zieht, war nicht jedes Mal in der Lage zu erreichen, dass
der Knebel einrastet. Immerhin sorgt jetzt der Knebel dafür, dass das
Steuerblatt nicht mehr so leicht verloren gehen kann, wenn die
Steuerblatt-Hochziehleine mal reißen sollte.
Lohnt
sich eigentlich noch für Küstenkanuwanderer der Besuch der „Hanseboot“? Nun,
immerhin gibt es den „Gezeitenkalender der Deutschen Bucht 2009“. Aber ist der
den Eintritt von 13,- Euro (Rentner: 11,- Euro) wert? Außerdem gibt es ja noch
den Stand von GADERMANN. Wer jedoch die Möglichkeit hat, GADERMANN direkt in
seinem Geschäft in Norderstedt (Hummelsbütteler Steindamm 70, 22851 Norderstedt
bei Hamburg) aufzusuchen, braucht dort jedoch keinen Eintritt zu bezahlen und
hat zudem die Möglichkeit, sein gesamtes Angebot anzuschauen.
Letztlich
muss jeder selber entscheiden, ob er die „Hanseboot“ besucht. Vielleicht gibt
es ja noch andere Dinge, die einen interessieren könnten. Wer sich nur für
Kanus & Zubehör begeistern kann, dem müsste es auch genügen, wenn er ab
Was
aber hat nun dieses Jahr GADERMANN ( www.gadermann.de
) den Küstenkanuwanderern auf der „Hanseboot“ zu bieten? Allerhand; denn
GADERMANN hat in der Zwischenzeit ein großes Sortiment von Seekajaks
unterschiedlichster Hersteller im Angebot, z.B.:
Gezeigt wird das Modell:
„Cetus“ (544x54 cm / ca.
370 Liter Volumen);
nicht jedoch die neuesten
PE-Seekajaks:
„Scorpio
168“ (509x54 cm / ca. 285 Liter Vol.);
„Scorpio
170“ (516x56 cm / ca. 305 Liter Vol.).
Der britische Seekajakhersteller hat in Deutschland
sein Händlernetz ausgeweitet. NANUK hat seine „Monopol“-Stellung verloren.
GADERMANN konnte als neuer Händler gewonnen werden. Gezeigt wird das Modell:
„Avocet LV“ (485x52 cm) (LV
= Low Volume).
Bekannt geworden sind die
SKIM-KAYAKS durch die Modell
„Dex“ (495x51 cm / ca. 280
Liter Volumen) und
„Distance“ (585x52 cm / ca.
360 Liter Volumen).
GADERMANN zeigt auf der
Messe das neue Modell:
„Differ“
(535x52cm / ca. 320 Liter Volumen).
Die beiden britischen Anbieter der ROCKPOOL-Kajaks
haben sich getrennt. Der eigentliche Konstrukteur hat eine eigene Firma
aufgemacht und bietet Seekajaks unter der Marke TIDERACE an. Ab Frühjahr 2009
wird GADERMANN die folgenden Seekajaks im Angebot haben:
“XCITE-S” (500x51 cm / ca. 310 Liter Vol.);
„XCITE“ (525x53 cm / ca. 366 Liter Vol.);
“XPLORE-S” (530x51 cm / ca. 360 Liter Vol.)
“XPLORE” (549x53 cm / ca. 380 Liter Vol.);
“XPLORE-X” (549x60 cm / ca. 430 Liter Vol.).
Gezeigt wird eine größere
Auswahl dieser Seekajaks, z.B.:
„Aurora“ (500x58 cm / ca. 305
Liter Volumen);
“Magellan” (550x58 cm / ca. 367 Liter Volumen).
Ebenfalls zu sehen ist ein Kajak der “Eski”-Serie mit
einem erstmals bei Lettmann-Seekajaks zu findenden Skeg. Es handelt sich um ein
Skeg, welches auch bei den KAJAK-SPORT-Seekajaks ( www.kajaksport.com ) eingesetzt wird.
GADERMANN wird in Zukunft auch diese
estnischen Seekajaks in seinem Verkaufssortiment haben. Auf der Messe werden
sie jedoch noch nicht ausgestellt.
Die TAHE-Bootsmodell
sind recht vielfältig, manche unterscheiden sich aber kaum voneinander:
Typ: 483x52 cm (Modell: "Reval Mini")
Typ: 505x54 cm (Modell: "Wind 505", "Wind W-Line")
Typ: 520x56 cm (Modell: "Seaspirit", "Gulfspirit",
"Bayspirit")
Typ: 545x50 cm (Modell: "Greenland")
Typ: 535x54 cm (Modell: "Wind
535")
Typ: 555x54 cm (Modell: "Reval", "Reval R-Line")
Typ: 585x54 cm (Modell: "Wind Viking
585")
Das Besondere insbesondere dieser TAHE-Seekajaks wird wohl der
Preis (?) sein. Ansonsten handelt es sich um typische "Me
too"-Produkte, d.h. der Hersteller möchte auch auf dem Seekajakmarkt
vertreten sein, will aber nur imitieren statt durch Innovation zu glänzen. Die
Innovationen überlassen sie wohl lieber den anderen, z.B.:
LETTMANN (z.B. verstellbare Schenkelstützen auch bei
Laminat-Seekajaks; integrierte Steueranlage; Steuerpedalen mit fixer
Fersenabstützung, um beim Paddeln die Beinarbeit effizient zu unterstützen);
KAJAK-SPORT (z.B. integriertes elastisches Steuerblatt);
P&H (z.B. Verarbeitung verschiedener PE-Materialien).
Dabei gibt es doch so vieles an den Seekajaks zu verbessern!
Weiterhin
hervorzuheben bei GADERMANNs Angebot ist ein Paddelpflötchen des
dänischen Herstellers PADLER, welches über eine längere Stulpe verfügt, deren
Öffnung es ermöglicht, auch ohne Hilfe der zweiten Hand oder der Zähne
unkompliziert & schnell hineinzuschlüpfen. Bislang gab es nur ein ähnliches
Modell mit sehr kurzer Stulpe, welches lediglich für die Übergangszeit Schutz
vor Kälte bieten soll.
Anzumerken
ist schließlich etwas über die elastischen Lukendeckel von KAJAK-SPORT,
an deren Konstruktion auch LETTMANN beteiligt war. Seit einiger Zeit gibt es
eine leichtere Variante mit relativ starrem Deckel, die jedoch den Nachteil
haben soll, dass sie nicht ganz so gegen Wasser abdichtet wie die
ursprünglichen vollelastischen Deckel. Wer also mit dieser neueren
Lukendeckelvariante Dichtigkeitsprobleme hat, die ihn stören, sollte seine
Deckel austauschen, statt im Bootsrumpf nach Löchern zu suchen.
Text: U.Beier