10.07.2009 Schutzhelm für Brandungsfahrten
(Ausrüstung)
An
Deutschlands Küsten trifft man selten Seakayaker und
erst recht nicht „Küstenkanuwanderer“ an, die entlang der Küste paddeln und
dabei einen Schutzhelm tragen, um im Falle einer Kenterung in der Brandungszone
nicht allzu heftig am Kopf verletzt zu werden.
Einige
Jahre lang versuchte ich bei meinen Touren entlang der Seeseite der ost- und
einiger nordfriesischen Inseln zumindest zu erreichen, dass jeder Mitpaddler
einen Schutzhelm mit sich führt, um ihn dann wenigstens tragen zu können, wenn
inmitten kritischer Brandung gepaddelt wird. Da ich fast nur auf Unverständnis
bei meinen Mitpaddlern stieß und kaum überzeugende Argumente oder gar Beispiele
von Kopfverletzungen, die sich Kanuten beim Brandungspaddeln zugezogen hatten,
vortragen konnte, verzichtete ich irgendwann auf die „Helm-Mitnahme-Pflicht“,
zumindest bei Wanderfahrten.
Lediglich
bei den von mir angebotenen Brandungsübungen am Strand von St.Peter-Ording
(Ortsteil: Ording), bestehe ich auf das Tragen einen
Schutzhelms, sobald dort die Wellen anfangen zu brechen.
Als
Helm genügen die leichteren Varianten, die ansonsten für das Wildwasser
angeboten werden. Ein Ohrenschutz ist eigentlich nicht erforderlich, zumindest
nicht wenn nur in jenen Bereichen geübt wird, wo mit 100 %ig
sandigem Untergrund zu rechnen ist.
Aber
nicht jeder, der voraussichtlich das erste und letzte Mal an solchen
Brandungsübungen teilnimmt, ist bereit, sich eigens für diese Übungen einen
solchen Helm zu kaufen. Als Allroundsportler hat mancher von ihnen zumindest
einen Fahrradhelm, u.U. sogar einen Helm fürs Reiten,
Bergklettern, Alpinskifahren, Polospielen bzw. Radfahren im Keller liegen. Bislang
habe ich daher zumindest auch die derzeit üblichen Helme für Fahrradfahrer
zugelassen. Der ist besser als gar nichts oder eine Neop-Kappe.
Das werde ich auch weiterhin tun, sofern
solche Helme hinten nicht aerodynamisch auslaufen, sondern rund abgeschlossen
sind, wie das auch bei Wildwasserhelmen üblich ist; denn anderenfalls
könnte es passieren, dass der Träger bei einer Kenterung im flacheren Bereich,
nämlich genau dort, wo vielfach in der Brandung geübt wird, mit dem hinteren
Teil seines Helms im Sand hängen bleibt. Günstigenfalls führt das zu seiner
Zerrung seines Halses.
Text: Udo Beier