In der YACHT erschien von Th. Bock der Beitrag:
„Wasser marsch! Praxistest Handlenzpumpen“
in dem 18 Handlenzpumpen
getestet wurden. Die bei den Seekajaks üblicherweise eingebaute Lenzpumpe:
Gewicht: 0,9 kg
Leistung
bei 1 Meter Förderhöhe: 27,8 Liter
bei 45 Hüben/Minute bzw. 48,0 Liter bei Panikmodus/Minute
Pumpkomfort: 4 von 5 Sternen
Wartungsmöglichkeit: 4 von 5 Sternen
Bemerkung: Guter Pumpkomfort, aber geringe Leistung
Preis: ca. 104,- Euro
Es gab wohl eine Pumpe, die
bis zu max. 176,8 Liter im Panikmodus schaffte, die wog aber auch 5,1 kg.
Ansonsten wurde keine weitere Lenzpumpe getestet, die mit max. 0,9 kg Gewicht
an die Förderleistung der „Compac 50“ herankam. Abgesehen davon wiesen alle
Pumpen, die weniger als 0,9 kg wogen Mängel beim Pumptest auf. Außerdem eignet
sich meines Wissens nur die „Compac 50“ zum Einbau vor der Sitzluke auf
dem Kartendeck.
Leider hat sich bei den
Herstellern von Seekajaks ein „Mode“ durchgesetzt, die den Einbau einer solchen
Lenzpumpe vorne auf dem Kartendeck unmöglich macht. Angefangen hat das alles
mit den „Dayhatches“, d.h. der Tagesgepäckluke hinter der Sitzluke:
www.kanu.de/nuke/downloads/Dayhatch.pdf
Z.Zt. werden immer mehr
Seekajaks mit einer weiteren Handluke angeboten, die vor der Sitzluke auf dem
Kartendeck eingebaut wird. Die Arbeit mit der Seekarte wird dadurch nicht
behindert, sofern der Lukendeckel einer solchen Handluke plan auf dem
Kartendeck integriert wird, aber leider ist es dann nicht mehr möglich, die
„Compac 50“-Handlenzpumpe einzubauen.
Problematisch ist das deshalb
zu beurteilen, weil nun auf:
zurückgegriffen werden muss.
Für „Binnenpaddler“ mag das unerheblich sein, Küstenkanuwanderer dagegen
sollten darauf achten, dass eine möglichst effizient und zuverlässig arbeitende
Lenzpumpe eingebaut wird, damit ein Kenterung mit anschließendem Ausstieg nicht
so schnell zu einem Seenotfall wird. Tritt nun wegen einer wenig tauglichen
Lenzpumpe der Seenotfall ein, hat jedoch diese Handluke u.U. einen Vorteil,
weil nämlich dort griffbereit und trocken Seenotsignalmittel gelagert werden
können.
Text: U.Beier
Quelle: YACHT,
Nr. 7/10, S.82-89 – www.yacht.de