19.06.2002 Schwimmhilfen/Rettungswesten (Geschichte)
In der YACHT berichtet M.Matzek in dem
Beitrag "Rettung am Mann" über die primitiven Schwimmhilfen unserer
Vorfahren bis zu den heute gebräuchlichen Rettungswesten:
- Altes Ägypten:
Papyrusrollen/-kragen als Auftriebskörper;
- bis Ende Segelschifffahrt:
diverse Treibgüter nach Schiffsuntergang;
- Beginn 19 Jhd. - 2.Weltkrieg: sog. "Rettungsbojen" (z.B. Korkplatten, ausgerüstet mit
Signalflaggen, Glocken bzw. Leuchten o.ä.) die nach Kenterung aufschwammen
(erforderlich seit Beginn der Eisenschifffahrt, da diese Boote nach
Kenterung relativ schnell sanken und kein Treibgut freigaben).
Anm. U.B.: Stammt
aus dieser Zeit etwa die immer noch verbreitete Auffassung, dass man beim
Küstenkanuwandern auf eine Schwimmweste verzichten kann, da das Seekajak als
Auftriebskörper und somit Rettungsboje dienen kann?
- ca. 1750: Einsatz von
"Rettungskränzen" (Rettungsringe) in Dänemark;
- 1851: Propagierung von
Korkwesten in England, Rettungsgürtel;
- 1878: Entwicklung ganzer
"Rettungsanzüge" (Vorgänger der Trockenanzüge), mit denen zur
Demonstration der Ärmelkanal und die Straße von Messina durchschwommen
wurde;
- 1891: In Kraft treten
einer deutschen Vorschrift, dass die leicht anzulegenden Rettungsgürtel/-westen
einen Mindestauftrieb von 8 kg haben müssen;
- 1940-45: Entwicklung
aufblasbarer Rettungsweste und zwar auf Initiative der Luftwaffe;
- 1948: In Kraft treten
der "Solas"-Vorschrift ("Safety of Life at Sea"), dass
Rettungswesten ohnmachtsicher sein müssen, d.h. über ein
selbstaufrichtendes Drehmoment verfügen;
- Anfang 1990: Entwicklung
eines "Spraycap".
Quelle: YACHT, Nr. 12/02, S.70-73 - www.yacht.de
Weitere
Literatur:
H.Goethe/Chr.Laban,
Die individuellen Rettungsmittel. Koehlers Verlagsgesellschaft.
J.Brooks,
Designed for Life. Lifejackets Through the Ages.