21.07.2003 Erste Hilfe: Geschlossene
Verletzungen (Gesundheit)
In KANUMAGAZIN ist Teil 9 "Hals- und
Beinbruch: geschlossene Verletzungen" der von Dr. med. Horst Hohn und
Facharzt Manus Stein verfassten Serie zur "Ersten Hilfe" erschienen.
U.a. ist Folgendes zu lesen:
- Verrenkungen (z.B. an
Finger, Hand, Schulter; Folge: Paddeln bedingt möglich) - Behandlungsempfehlung:
kühlen z.B. mit Wasser (je länger, desto geringer die Schwellung) und
ruhig stellen (z.B. mit Tape).
- Auskugelung (z.B. bei
Schulter; erkennbar an abnormer Stellung des Gelenks; die Auskugelung geht
mit einer schweren Verrenkung einher; Folge: es kann nicht mehr weiter
gepaddelt werden) - Behandlungsempfehlung: Einrenkungsversuche
dürfen nur vom Arzt vorgenommen werden; d.h. Arm ruhig stellen und Arzt
aufsuchen).
- Knochenbrüche (nicht so
offensichtlich wie Auskugelung; erkennbar u.U. durch abnorme und sehr
schmerzhafte Beweglichkeit) - Behandlungsempfehlung: Verletzten in
Schocklage bringen (Unterkühlung verhindern!), den gebrochenen Bereich
ruhig stellen, höher legen und kühlen.
- Gesichts-/Kopfverletzungen (Blutungen aus Nase und Mund können problematisch werden,
insbesondere bei Bewusstlosigkeit - Das Blut muss nach außen abfließen
können) - Behandlungsempfehlung: Eiskalter Neopren im Nacken
mindert die Blutungen. Oberkörperhochlagerung und Kühlung lindern Schmerz
und Schwellungen.
- Schädelprellung/Gehirnerschütterung (Folge: Übelkeit, Schwindel, Bewusstlosigkeit,
Erinnerungsverlust - bei Austritt von Blut oder Flüssigkeit aus
Nasse/Ohren deutet auf schwere Schädelverletzungen hin) - Behandlungsempfehlung:
(wie bei Gesichts-/Kopfverletzungen).
- Wirbelsäulenverletzungen
(Bewusstlose Schwimmer können leicht Brüche im Halswirbelbereich
erleiden!) - Behandlungsempfehlung: Wirbelsäuile keinesfalls
bewegen/biegen, stattdessen Opfer unter leichtem Zug lagern. Aus
Neoprenspritzdecke Halskrause schneidern, um Kopf zu stabilisieren. Körper
auf gerader Fläche lagern.
Quelle: KANUMAGAZIN, Nr. 5/03, S.56-57 - www.kanumagazin.de