29.07.2004
Seekrankheit (Gesundheit)
In
der Zeitschrift SEGELN bringt die Apothekerin Britta Indorf in dem Beitrag:
„Wohl oder
übel?“
eine
Übersicht von 11 Medikamenten, die einem u.U. helfen können.
Als
Symptome der Seekrankheit
(Bewegungskrankheit bzw. Reisekrankheit) werden aufgeführt:
- Blässe,
Müdigkeit (Gähnen), Schweißausbrüche, Übelkeit, Antriebs- und
Interesselosigkeit, Erbrechen;
Als
Ursachen werden genannt:
- schnelle,
sich wiederholende Reizungen des Gleichgewichtsorgans;
- mangelhafte
Fixierung von rasch am Auge vorbeiziehenden Gegenstände;
- je häufiger
Beschleunigung und Richtung wechseln und je stärker ihre Intensität ist,
um so eher ist mit dem Auftreten von Seekrankheit zu rechnen;
- sobald
der Bewebungsreiz aufhört, verschwinden die Symptome.
Als
Maßnahmen werden empfohlen:
- ständig
etwas Essen, damit der Magen nicht leer wird;
- Vermeidung
einer optischen Fixierung (z.B. Buch lesen);
- Hausmittel
ohne Nebenwirkungen: Ingwer; denn Ingwer beruhigt den Magen, ohne müde zu
machen (z.B. auch erhältlich als Medikament: „Zintona“-Kapseln).
- Einnahme
von Medikamenten, jedoch haben mit Ausnahme:
= dieser
Ingwer-Kapseln
= und einiger hömoöpathischer Mittel
(z.B. „Cocculus DG“, „Tabacum D12“; bei denen aber nichts über die Wirkung
ausgesagt wird)
= alle anderen aufgeführten Medikamente
(hier: „Superpep (forte) Kaugummi“, „Rodavan“, „Stada“, „Reisegold“, „Emsan“,
Reiseteabletten Ratiopharm“, „Vomex“) Nebenwirkungen, und zwar: „Schläfrigkeit,
verminderte Aufmerksamkeit und Spontanaktivität“).
= Letzteres trifft auch für die von
verschiedenen Herstellern angebotenen „Pflaster gegen Seekrankheit“ zu, und
zwar sollen sie führen zu: „Pupillenerweiterung, Trockenheit der Schleimhäute,
Mundtrockenheit, Hemmung der Tränensekretion.“
Nicht
erwähnt werden jedoch jene beiden Aspekt:
- Manchen
Kanuten wird es nicht beim aktiven Paddeln, sondern nur beim Pausieren
schlecht; d.h. ein Kanute, der anfällig für Seekrankheit ist, sollte
unterwegs im Seegang keine großen Pausen einlegen bzw. als Zweier-Kanute
stets mitpaddeln, statt sich paddeln zu lassen.
- Man
sollte nur das Essen, was man auch erwiesenermaßen verträgt, d.h. wer z.B.
ausgehungert und durch lange Paddelei erschöpft auf irgendwelche,
angeblich epeditionsbewährte Kompaktnahrung zurückgreift und versucht,
diese mit kalorienreicher Kaffeesahne herunter zu spülen, braucht sich
nicht zu wundern, wenn es ihm übel wird.
Quelle: SEGELN, Nr.
8/04, S.88-89 – www.segeln-magazin.de