15.04.2005
Sport und Ernährung (Gesundheit)
In
der Zeitschrift “test” werden in dem Beitrag:
„Fit fürs
Traben und Trimmen“
einige
Tipps & Infos zur Ernährung gebracht, u.a.:
Nudeln
zählen zu den effektivsten Energiequellen. Sie enthalten im Wesentlichen
Kohlenhydrate, können im Körper zu Glykogen umgewandelt werden, das als
körpereigene Stärke in den Muskeln und in der Leber gespeichert wird. Bei
Ausdauerleistungen sollten die Glykogenspeicher optimal gefüllt sein, die
Muskulatur ermüdet dann nicht so schnell. Deshalb sind z.B. schon 3 Tage vor
einer größeren sportliche Dauerbelastung mehrere kohlenhydratreiche Mahlzeiten
pro Tag angesagt. Physiologisch günstig sind vor allem komplexe
Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst. Sog. einfache
Kohlenhydrate aus Süßspeisen und Gebäck gehen zu schnell ins Blut, der
Körper muss vermehrt Insulin ausschütten, was dazu führt, dass die für den
Leistungserhalt wichtigen Kohlenhydratreserven zu schnell abgebaut werden.
Während
einer mehrstündigen Wanderung liefen sie einen raschen Energiekick. Sportler-,
Fitness- oder Energieriegel stellen folglich eine praktisch verpackte kleine
Zwischenmahlzeit dar. In jedem Fall lohnt ein Blick ins Zutatenverzeichnis: Die
Riegel sollten reichlich Kohlenhydrate enthalten, nicht mehr als die Hälfte
davon als süße Zucker.
Bei
einer längeren körperlichen Beanspruchung gehen die Glykogenvorräte in den
Muskeln, die im Normalfall bis zu 2 Tage lang vorhalten, schon nach etwa 2
Stunden zur Neige. Die notwendige Glukose wird dann dem Blut entnommen. Der
Blutzuckerspiegel sinkt, der gefürchtete Hungerast droht: plötzlicher
Heißhunger, Schwindel, Übelkeit, Schwäche. Mit einer Banane, die in optimaler
Zusammensetzung gut verdauliche Kohlenhydrate und Mineralstoffe enthält, kann
zwischendurch der Glykogenspeicher wieder aufgefüllt werden.
Muskelmasse
wird allein durch Training aufgebaut. Ausdauersportlicher haben einen gering
erhöhten Eiweißbedarf, der jedoch mit einem Extraschnitzel oder einem Becher
Buttermilch pro Woche gedeckt werden kann. Und selbst das ist selten nötig, da
die meisten von uns mit Fleisch- und Milchprodukten mehr Eiweiß essen als sie
brauchen.
Dass
Vitamine über den normalen Bedarf hinaus für Sportler wichtig sind, ist nicht
bewiesen.
Zum
einen hemmt Fett die für Sportler besonders wichtige Glykogenspeicherung in den
Muskeln und beeinträchtigt so die körperliche Leistung. Zum anderen wird
während einer intensiven Dauerbelastung die Energie aus den Fettspeichern nur
langsam abgerufen. Beansprucht werden dagegen die Glykogenspeicher, und wenn
die sich leeren, lässt die Leistung nach, egal wie groß das Reservoir in den
Fettzellen noch ist. Bei langen Ausdauerbelastungen sind also mehr
Kohlenhydrate auf dem Speiseplan unerlässlich, kombiniert mit eher weniger
Fett. Nur rund 30 % der täglichen Kalorien sollten aus Fett stammen.
Schwitzen
sollen den starken Anstieg der Körpertemperatur verhindern.
Gelegenheitssportler können schon bei einem Schweißverlust von 1 Liter
körperlich angeschlagen sein. Es kann zu ernsten Komplikationen (Schwindel,
Erbrechen, Muskelkrämpfe) kommen. In jedem Fall ist es daher richtig, den
„Tank“ vorher aufzufüllen und vor einer längeren Dauerbelastung etwa ½ Liter zu
trinken. Später sind dann alle 20 – 40 Minuten Trinkpausen sinnvoll: Kleine Mengen
von 0,1 – 0,2 Litern reichen aus. Wer sich länger verausgabt, sollte sich zu
gleichen Teilen ein kohlensäurearmes, natriumreiches Mineralwasser (mehr als
200 mg Natrium pro Liter) mit Fruchtsaft (Apfel oder Orange) mischen. Ungünstig
sind unverdünnte, süße Säfte.
Quelle: TEST, Nr.
4/05, S.22-24 – www.test.de