09.05.2006 Grundlagen der Basisreanimation
(Gesundheit)
Im SEEKAJAK berichtet Bernhard Hillejan in dem Beitrag:
„Grundlagen und Neuigkeiten bei der Basisreanimation
(sog. „Laienreanimation“)
über die wichtigsten
Schritte, die Laien bei Anwendung der Reanimation einzuhalten haben. B.H.
bezieht sich dabei auf einen Beitrag aus dem „Deutschen Ärzteblatt“ Nr.102/05.
(a)
Bewusstlosigkeit: keine Reaktion auf direkte Ansprache bzw.
Berührungsreiz (Schütteln an der Schulter).
(b)
Ausfall der Atmung: fehlende Atembewegung, kein Luftstrom, kein
Atemgeräusch.
(c)
Schnappatmung: Es handelt sich hier um Zwerchfellkontraktionen ohne
effektive Ventilation.
(d)
Tasten des Pulses: Hierauf sollen Laien verzichten, da sie
Schwierigkeiten haben, die Pulstätigkeit festzustellen.
(e)
Pupillenkontrolle: Hierauf soll
ebenfalls aus den obigen Gründen verzichtete werden.
Im
Falle von 1 (a) – (c) sollte 2x beatmet werden:
(a)
Überstrecken des Kopfes
(b)
Mund-zu-Nase-Beatmung: Langsam und gleichmäßig über 2 Sekunden, wobei
sich der Brustkorb sichtbar heben und senken muss. Die 2. Beatmung erfolgt
erst, wenn ausgeatmet wurde,
(c)
Kreislaufkontrolle: Anschließend ist auf andere Zeichen des Kreislaufs
zu achten (z.B. Husten, Schlucken, Bewegung); denn: „Ein Atemstillstand muss in der Frühphase nicht unbedingt mit einem
Kreislaufstillstand verbunden sein.“
Im
Falle, dass 2. erfolglos war, ist Folgendes zu tun:
(a)
Harte Unterlage: Flache Rückenlage des Patienten, Kopf nicht höher als
das Herz.
(b)
Freier Oberkörper
(c)
Aufsuchen des Druckpunktes: Eine Zeigefingerbreite oberhalb jener
Stelle, wo Rippen und Brustbogen sich vereinigen (sog. Brustbein).
(d)
Druckmassage:
1.
Der Helfer legt den Ballen der unteren Hand wird auf den Druckpunkt.
2.
Anschließend wird die zweite Hand gekreuzt auf die untere Hand gelegt. Die
Finger sind dabei gestreckt.
3.
Der Oberkörper des Helfers liegt direkt über dem Druckpunkt.
4.
Das Gewicht des Oberkörpers wird auf die gestreckten Arme verlagert, um auf
diese Weise das Brustbein 4-5 cm senkrecht nieder zu drücken.
5.
Nach dem Drücken wird das Brustbein völlig entlastet, ohne jedoch die beiden
Hände vom Druckpunkt zu nehmen.
Hinweis:
Die
Druck- und Entlastungsphase ist etwa gleich lang.
Die
Frequenz beträgt 100/Minute.
Die
Massage darf nicht länger als 5 Sekunden unterbrochen werden.
Nach
jeweils 2 Beatmungen erfolgen 30 Kompressionen.
Eine
Unterscheidung zwischen Ein- und Zweihelfer-Methode wird nicht mehr gemacht.
Quelle: SEEKAJAK, Nr. 101/06,
S.36-37 – www.salzwasserunion.de
Anmerkung: Nach
Presseberichten soll es neuerdings genügen, wenn man als Druckpunkt jenen Punkt
auswählt, der in der Mitte der Verlängerungslinie zwischen beiden Brustwarzen
liegt. Siehe hierzu die „Aktuelle Info“ vom 6.05.06.