10.04.2007 Sonnenschutz: 10 heiße Punkte (Gesundheit)
Die
„Sonnensaison“ hat begonnen. Uns sollte bewusst sein, dass bei einer Küstentour
die verschiedensten Gefahren lauern können. Das kalte Wasser zählt zu ihnen, aber
auch die heiße Sonne. U.a. aus dem Sonderheft „Hautschutz“ der Zeitschrift
„FAKTOR ARBEITSSCHUTZ“ habe ich ein paar Infos zum Thema Sonnenschutz und die
Verwendung von Sonnencreme zusammengetragen, die noch nicht so geläufig sind:
- Wer allzu häufig sich im Freien aufhält, sollte
sich mit Bekleidung vor den Sonnenstrahlen schützen. Je dunkler der Stoff,
je dichter das Gewebe, desto besser sein Schutz. Dichte Baumwollkleidung
hat einen Lichtschutzfaktor (LSF) von ca. 40, leichte dagegen nur von ca.
10 LSF. Ein Sonnenhut mit breitem Rand bietet ebenfalls ca. 10 LSF.
- 50 % der UV-Tagesdosis erhalten wir zwischen 11
– 13 Uhr.
- 90% des UV-Lichts durchdringen die Wolkendecke
und bis zu 85% der Strahlungsintensität kann von Sand und Wasser
reflektiert werden.
- Bis zu 50% der UV-Strahlung wirken auch im
Schatten und 60% sind noch 0,5 m unter Wasser wirksam.
- Bei starker UV-Strahlung sollte Sonnencreme mit
einem LSF von 20 – 30 verwendet werden.
- Sonnencreme schützt nicht vor dem bösartigen
malignen Melanom, lediglich die weniger gefährlichen Formen von Hautkrebs
lassen sich durch Sonnencreme teilweise verhindern. D.h. der
Lichtschutzfaktor ist kein „Krebsschutzfaktor“.
- Die Schutzwirkung der Sonnencreme ist höher,
wenn die Creme in einem dünnen Film auf die Haut aufgetragen wird, statt
sie in die Haut einzumassieren.
- Nicht nur frühzeitiges Auftragen der Sonnencreme
(20-30 Minuten vorher), sondern auch die regelmäßige Erneuerung im
2-Std.-Rhythmus ist wichtig. Der Schutzfaktor und die die Schutzzeit erhöhen sich jedoch dadurch
nicht.
- Gefährlich sind nicht nur UVB- sondern auch
UVA-Strahlen.
- Mit Hilfe der ABCD-Regel können wir
erkennen, ob ein Pigmentmal als kritisch einzustufen ist:
A
= Ein Pigmentmal ist auffällig, wenn er asymmetrisch
ist, d.h. wenn er in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut
ist.
B
= Eine verwaschen wirkende Begrenzung
oder Ausfransung gebietet Vorsicht.
C
= Hat es mehrere Farbtöne (Colour),
muss es genau beobachtet werden.
D
= Liegt der Durchmesser
über 5mm, sollt ein Hautarzt aufgesucht werden.
Übrigens, Informationen
darüber wie hoch die täglich zu erwartende UV-Dosis ist, stellt der Deutsche
Wetterdienst (DWD) im Internet bereit:
è
www.dwd.de/de/WundK/W_aktuell/UV-Index.htm
Noch einfacher geht es per
Handy. Wir richten an die Tel.-Nr. 0171/8824325 eine SMS-Anfrage. Wenig später
sollen wir dann eine SMS-Antwort erhalten über die Eigenschutzzeit, welche
abhängig ist von Alter, Hauttyp, Bewölkungszustand und Revier. Infos zum
kostenlosen Anmeldeverfahren gibt es hierzu unter:
è
www.uv-check.de
Quelle: FAKTOR
ARBEITSSCHUTZ, Sonderheft „Hautschutz“, Nr. 2/07, S.3, 10-11
Links:
è
www.medizininfo.de > Haut u. Haar
è www.quarks.de/haut/0406.htm (Früherkennung
eines bösartigen Melanom)