Im SEEKAJAK berichtete Thomas Tscherpel in dem Beitrag:
„Meditatives Paddeln? oder: Was tun bei anhaltenden
Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen?“
über seine Lösung, wie er seine
Rückenprobleme, die mit Hüftproblemen und einschlafenden Beinen & Füßen
(vorhersehbar nach 45-60 Min. paddeln) einhergingen, gelöst hat.
Er hat auf Anregungen
Dritter einfach seinen Paddelstil geändert und paddelt nun so, wie es
eigentlich empfohlen wird, wenn man effizienter paddeln will. Der
Vorwärtspaddelschlag wird dabei in 3 Abschnitte unterteilt:
1. Drittel: „Brustkorb vor dem Eintauchen des Paddelblattes nach
vorne drehen, sodass der Oberkörper schon fast etwas nach vorne wandert und der
Fuß auf der Arbeitsseite (Eintauchseite) des Paddels auf die Fußstütze gepresst
wird. Dann kräftig … genug … das erste Drittel des Paddelzuges abarbeiten, und
zwar … völlig gleichwertig zu dem zweiten Drittel (des Paddelschlages). … Der
Paddelfuß … arbeitet mit. … Durch diese Gegenkraft (reactio) erhält der
Paddelzug noch einmal einen erhöhten Schub.“
…
3. Drittel: „Durchziehen bis hinten, dabei das Paddelblatt um
45° anwinkeln, sodass es mit der Außenkante zuerst aus dem Wasser kommt.“
Diese Technik führt dazu,
dass nicht nur mit den Armen, sondern mit dem ganzen Oberkörper (hier: nach
vorne neigen und drehen) und auch mit den Beinen gearbeitet wird. Drei Vorteile
sind dabei dem Autoren aufgefallen:
Übrigens, am wirksamsten
soll das erste Drittel des Paddelschlages sein, aber wenn es zur
„Schmerzvertreibung“ beiträgt, sollte ruhig auch das letzte Drittel des
Paddelschlages mit Kraft durchgeführt werden. Ansonsten sollten wir bei unserem
Kajak auch auf den richtigen Sitz achten; denn sog. ergonomische geformte
Sitzschalen, deren Vorderkante so scharf nach oben ragen, dass sie sich
regelrecht in den unteren Oberschenkel quetscht, sind i.d.R. auch
verantwortlich dafür, dass uns beim längeren Paddeln die Beine einschlafen
können.
Quelle: SEEKAJAK, Nr. 109/07,
S.20-21 – www.salzwasserunion.de