In KANU SPORT ist von
U.Beier der folgende Beitrag:
„Die Schattenseiten der Sonne“
erschienen. Zu den folgenden
Themen wurde dabei Stellung bezogen:
1. Sonnenbrand & Hautkrebs
Aus dem Sonderheft
„Hautschutz“ der Zeitschrift „FAKTOR ARBEITSSCHUTZ“, habe ich u.a. ein paar
Infos zum Thema Sonnenschutz und die Verwendung von Sonnencreme
zusammengetragen, die noch nicht so geläufig sind. Sie betreffen die Vermeidung
von Sonnenbrand, welcher einen kurzfristig plagen kann, und die Vorbeugung von
Hautkrebs, welcher eher langfristig ein Problem für die Kanuten darstellt.
A = Ein Pigmentmal ist auffällig, wenn er asymmetrisch ist, d.h. wenn er in seiner Form nicht
gleichmäßig rund oder oval aufgebaut ist.
B = Eine verwaschen wirkende Begrenzung
oder Ausfransung gebietet Vorsicht.
C = Hat es mehrere Farbtöne (Colour),
muss es genau beobachtet werden.
D = Liegt der Durchmesser
über 5mm, sollt ein Hautarzt aufgesucht werden.
2. Kälteschock
Mit
ihm müssen wir nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer rechnen.
Insbesondere betrifft das den Wanderfahrer, der in der brütend heißen Sonne
paddelt, ohne nass zu werden. Der Kälteschock kann nach einer
plötzlichen Kenterung auftreten und führt dann entweder zu einer:
oder zu:
Die
Folgen sind im Endeffekt dieselben: wir atmen Wasser ein und werden so
innerhalb weniger Sekunden handlungsunfähig. Wer den Kälteschock vermeiden
will, sollte – wenn er schon nicht wie die WW-Fahrer immer mal wieder rollen
will – einfach immer und immer wieder seine Arm ins kühle Wasser eintauchen und
ab und an seinen Kopf und seinen Sonnenhut mit dem Wasser, in dem er paddelt,
befeuchten.
Siehe hierzu auch den in KANU SPORT, Nr. 3/06, S.35, veröffentlichten Beitrag
von Huber/Schmidt:
è
www.kanu.de/nuke/downloads/Kaelteschockreaktionen.pdf
3. Hitzeerschöpfung, Hitzschlag
& Sonnenstich
Alle drei
Krankheitserscheinungen treten sehr kurzfristig auf. Sie werden durch hohe
Lufttemperaturen und beim Sonnenstich durch besonders intensive Sonnenstrahlung
ausgelöst. Im Extremfall sind Bewusstseinsstörungen zu beobachten.
Die Hitzeerschöpfung
tritt bei körperlicher Anstrengung auf und ist in erster Linie auf hohen
Verlust an Flüssigkeit und auf zu geringe Flüssigkeitsaufnahme zurückzuführen.
Unsere Haut ist zunächst gerötet, später blass und mit klebrigem Schweiß
bedeckt. Wir frösteln und werden u.U. von Krämpfen geplagt. Da wegen der mit
der Hitze einhergehenden Blutgefäßerweiterung der Blutdruck sinkt, ist ein
(Volumenmangel-)Schock nicht auszuschließen.
Mit einem Hitzschlag
ist bei schwüler Witterung zu rechnen, wenn im Körper sich die Wärme staut, da
sie wegen zu warmer Kleidung nicht abgeleitet werden und der Schweiß nicht
verdunsten kann. Unsere Haut ist am ganzen Körper warm, trocken und gerötet.
Übelkeit und Kopfschmerzen plagen uns. Größere Kreislaufprobleme sind dann nicht
mehr auszuschließen.
Der Sonnenstich
stellt eine Hirnhautreizung dar, die auf fehlenden Kopf- und Nackenschutz
zurückzuführen ist. Unser Kopf ist rot und heiß. Erst Stunden später machen
sich die eigentlichen Folgen bemerkbar, wie Schwindelgefühl, Übelkeit,
Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Krämpfe.
Bei
allen drei „Sonnenschäden“ besteht Lebensgefahr. In der Literatur wird daher
empfohlen, ärztliche Hilfe („Notruf“) in Anspruch zu nehmen und dann die
betroffene Person in den Schatten zu legen, bei Hitzeerschöpfung die Beine des
Betroffenen erhöht zu lagern bzw. beim Hitzschlag oder Sonnenstich den
Betroffenen flach zu lagern, wobei jedoch der Oberkörper etwas erhöht liegen
sollte. Außerdem sollten Getränke gereicht werden.
Siehe hierzu auch die auf
der DKV-Homepage veröffentlichte Tabelle:
è
www.kanu.de/nuke/downloads/Hitzschlag.pdf
Quelle: KANU SPORT, Nr. 8/08,
S.20-21 – www.kanu.de
Literatur:
Zeitschrift
„Faktor Arbeitsschutz, Sonderheft „Hautschutz“, Nr. 2/07
H.Karutz/M.v.Buttlar:
dtv-Atlas "Erste Hilfe" (1999)
M.Kohlfahl:
Medizin auf See. Erste Hilfe – Weitere Behandlung – Diagnose (1995)