17.02.2009 Kanu Magazin: Aus dem Winterschlaf erwacht
(Literatur/Links)
Nach
einer überlangen Winterpause – das letzte Heft vom KANU MAGAZIN erschien im
August 2008 – landete die Nr. 1/09-Ausgabe (Februar-März) etwas früher als
angekündigt (26.02.09) schon letzte Woche bei mir im Briefkasten. Das Heft ist
ein wenig dünner – statt 92 S. (Nr. 6/08) hat die Nr. 1/09 „nur“ noch 84 S., aber
bekanntlich ist ja die Qualität wichtiger als die Quantität. D.h. in erster
Linie sollte es auf den Inhalt ankommen und nicht auf die Seitenzahl!
Vielleicht sind ja einfach nur weniger Anzeige geschaltet worden!?
Was
nun den Inhalt betrifft, ist es hier interessant zu wissen, ob zu Themen
Stellung bezogen wird, die das Küstenkanuwandern betreffen. Insgesamt habe ich
hierzu 5 Beiträge gefunden:
1.
Einen Kurzbeitrag auf S.13 über „unsere“ Freya Hoffmeister (47) aus Husum:
„Lady in Black Down Under: Rund um Australien im Seekajak“
Sie
ist am 18.1.09 in Australien gestartet, um als erste Frau einen Kontinent zu
umrunden (ca. 15.000 km). Weitere aufschlussreiche Infos über den Fortschritt
ihrer Tour finden wir auf der KM-Homepage:
und
natürlich auch auf Freyas eigener Homepage:
http://qajaqunderground.com/freyas-blog/
Sie
paddelt übrigens in dem us-amerikanischen Seekajak „Epic 18X Sport“ (549x56 cm; ca. 369 Liter Volumen):
www.kuestenkanuwandern.de/ausbild/081005_b.html
2.
Einen 4-Seiten-Beitrag von Casper van Kalmthout über’s Surfen
entlang der niederländischen Küste auf S.30-34:
„Surf’s
up in Scheveningen“
An
Scheveningens Küste “läuft bei bestimmten
Wetterkonstellationen die Brandung zu Höchstform auf und lädt zum Wellenritt im
Spielboot ein“. Dort sind „gute Bedingungen gegeben, wenn der Wind beständig
aus Westen oder Nordwesten mit Stärken von sieben Beaufort und mehr bläst.“
Nun, bei solchen Windverhältnissen brauchen wir wirklich nicht an die
niederländische Küste zu fahren. Ähnliche Seegangsverhältnisse können wir dann der
Seeseite der ostfriesischen Insel (bei nördlichen Winden), am Strand von St.
Peter-Ording (bei westlichen Winden) oder gar auf der Ostseite von Fehmarn (bei
östlichen Winden) erleben. Aber die Fotos sind atemberaubend.
3.
Ein paar Produktvorstellungen unter „Buyer’s Guide 2009“, und zwar u.a.
auf S.34ff.:
Ich
frage mich nur, warum KM nicht dazu in der Lage ist, zumindest ein paar
ausführlichere technischen Daten über die vorgestellten Kajaks bzw. das
neuartige Trockenanzugsmaterial mit abzudrucken.
4.
Ein paar Tipps von Björn Nehrhoff auf S.60-61:
„Björns Top Ten“
Und
zwar zählen hierzu:
Nun,
wer bessere 10 Tipps kennt, kann sie ja mal im Kanu-Forum – http://forum.kanu.de posten.
5.
Ein Fahrtenbericht von Andreas Krüger
auf S.70-75:
„Die Grüne Lagune:
Salzwasser Light zwischen Fischland und Zingst“
„Ein piekfeines
Paddelrevier: die Boddengewässer. Durch Inseln und Landzungen vor Wellen und
Flut geschützt, können dort auch Salzwasser-Neulinge eine steife Brise
genießen.“ In der Tat sind die Boddengewässer im Allgemeinen und jene von
Fischland bis Zingst im Besonderen ein interessantes Küstenkanuwanderrevier. Man
kann – im Gegensatz zum Nordseerevier - seine Einzigartigkeit allein mit den
„Augen“ begreifen. Nur, unter einer „steifen Brise“ ist ein 6 Bft. Wind zu verstehen. Wenn der von vorne oder von der Seite
bläst, sprechen sogar Experten kaum noch von Genusstouren.
Die
übrigen Seiten des KANU MAGAZINs haben die Wild- bzw.
Zahmwasserkanuten zur Zielgruppe … und das ist auch i.O.; denn eine reine
deutsche kommerzielle Seekajak-Zeitschrift hätte aus 3 Gründen keine
Überlebenschancen:
Heft
2/09 soll am 9.4.09 erscheinen. Dort werden wir Küstenkanuwanderer dann auch
einen Bericht von Jörg Knorr über
seine 2-wöchige Tour von der dänischen bis zur holländischen Grenze (ca. 444
km) finden.
Text: U.Beier
Quelle: KANU MAGAZIN, Nr. 1/09 – www.kanumagazin.de