30.08.2004
Forscher fordern: Gebt Sylt auf! (Natur)
Im
HAMBURGER ABENDBLATT berichtet I.Rometsch unter dem obigen Titel über die
Zukunft Sylts:
„Was wäre,
wenn Sylt keinen Sand mehr bekäme? Wenn man die Sandvorspülungen jetzt stoppte,
dann schrumptte die Insel im Durchschnitt um 1 bis 1,5 m pro Jahr. Das Büro für
Umwelt und Küste in Kiel hat den Countdown ausgerechnet, der die Folge wäre:
Der
Biologe Karsten Reise (Alfred-Wegener-Instituts, List) und der Geologie Kai
Ahrends (Büro für Umwelt und Küste, Kiel) stellen zur Diskussion, wegen der
immer höher werdenden Kosten (derzeit: ca. 4 Mio. Euro), die Sandvorspülungen
auf der Seeseite von Sylt langfristig einzustellen. Sie vernachlässigen dabei,
dass ein Vielfaches an Steuern von den Sylter Bürgern aufgebracht wird. Ob das
oben aufgezeigt Szenarium mal Realität, wird ist schon aus diesem Grund zu
bezweifeln. Außerdem spricht noch Folgendes dagegen:
„Läge die
Westküste von Sylt nur 5 km weiter im Osten, wäre das Problem vermutlich nicht
mehr so groß. Denn dadurch würde der Vorstrand (ähnlich des
Kniepsandes von Amrum) breiter – und
seine Sandmassen würden schon unter Wasser die Gewalt der Wellen mindern.“
Quelle: HAMBURGER
ABENDBLATT v. 30.08.04 – www.abendblatt.de