02.02.2006
Erfolgreiche Kegelrobben-Wurfsaison
(Natur)
„Rund 25
Kegelrobben wurden im Winter 2005/2006 im Nationalpark Wattenmeer geboren. Da
sie sich teilweise an einem öffentlich zugänglichen Strand aufgehalten haben,
wurden sie bewacht und vor Störungen bewahrt, damit sie ungestört von ihren
Müttern gesäugt werden konnten.
„Auch in diesem
Jahr hat sich der Bestand der Kegelrobben im Nationalpark Wattenmeer wieder
positiv entwickelt. Die Arbeit der Naturschutzverbände im Nationalpark konnte
hierzu einen guten Beitrag leisten” freut sich Dipl.Biol.Silvia Gaus von der
Schutzstation Wattenmeer.
Auch bei - 10 °
C harrten sie wieder gemeinsam aus: die Mitarbeiter von Schutzstation
Wattenmeer, Öömrang Ferian und die weißen Fellknäule am Amrumer Strand.
Jedes Jahr im
Winter bringen die größten einheimischen Robben ihre Jungen auf einer Sandbank
vor Amrum und Sylt zur Welt. Am 23.11.05 meldet die Besatzung des Zollbootes
"Kniepsand" das erste neugeborene Kegelrobbenbaby der Saison auf dem
Jungnamensand vor der Nordseeinsel Amrum. Bis zum 16.12.05 sind es dann 20
Jungen mit ihren Müttern, die auf der Sandinsel geschützt vor dem kalten
Nordseewasser ausharren. Dann verscheucht sie der erste heftige Wintersturm,
der die Wellen bis zu ihnen hinauf treibt, auf den breiten Amrumer Strand. Dies
ist auch der Grund für die Anwesenheit der Helfer. Damit sie hier von
Spaziergängern ungestört durch ihre Müttern gesäugt werden können, errichten
FÖJ und Zivis eine sog. flexible Ruhezone. 3 Wochen Tag für Tag werden bei Wind
und Wetter Interessierte geduldig um die Jungtiere herumgelotst und lernen
nebenbei auch allerlei Wissenswertes über die Robben. So erfahren sie z.B.,
dass neugeborenen Kegelrobben im Gegensatz zu Seehunden noch ein weißes
Embryonalfell haben, das sie zwar gegen den hellen Sanduntergrund besser tarnt,
aber nicht gegen das Meerwasser isoliert. Dieses ist Aufgabe der Fettschicht.
Mitte Januar
heißt es dann Abschied nehmen. Die Zivis können wieder ins Warme und die jungen
Kegelrobben verlassen gemeinsam mit ihren Müttern den Strand. 2 von ihren
Eltern bereits entwöhnte Jungrobben wurden von Mitarbeitern des Netzwerks der
Schutzstation Wattenmeer am Sylter Strand durch die bewährten, flexiblen
Ruhezonen vor Störungen bewahrt. Keine Ruhezone benötigte die auf dem Japsand
vor Hallig Hooge gesichtete, schon etwas ältere Jungrobbe. Sie lag ja bereits
in einem geschützten Bereich.“
Quelle: SCHUTZSTATION
WATTENMEER-Presseinfo v. 2.2.06
è www.schutzstation-wattenmeer.de