26.11.2006
Die Kegelrobbensaison 2006/07 beginnt (Natur)
In einer
PRESSE-INFO von WWF u. Schutzstation Wattenmeer wird darüber berichtet, dass
das erste
neugeborene Kegelrobbenbaby der Saison in diesen Tagen auf einer Sandbank bei
Amrum im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer geboren wurde. Weitere sind in den nächsten Wochen zu erwarten:
„Im
Gegensatz zu Seehunden, kommen die Kegelrobbenbabys mit dem weißen Fell
zwischen November und Januar an hochwassergeschützten Sandbänken auf die Welt.
Ein Teil der Jungtiere wird durch Stürme auch an touristisch genutzte Strände
getrieben. Damit sie ihre Kräfte zum Wachsen sparen und gesäugt werden können,
dürfen sie dort möglichst wenig gestört werden.
Nationalparkbetreuer
verschiedener Naturschutzverbände haben die Aufgabe, bis Ende Januar, ständig
nach den jungen Robben auf den Stränden zu suchen. "Für die jungen
Kegelrobben organisieren wir eine Bewachung, damit sie von Spaziergängern
ungestört von ihren Mütter gesäugt werden können", sagte Silvia Gaus, die
das Kegelrobbenschutzprojekt der Schutzstation Wattenmeer leitet. Die Touristen
werden dann um die Jungtiere herumgelotst und lernen nebenbei auch viel
Wissenswertes über die Robben.
"Die
Rückkehr der Kegelrobben gehört zu den großen Erfolgen des
Wattenmeerschutzes", sagte Hans-Ulrich Rösner, Wattenmeerexperte des WWF. Die
Kegelrobbe kehrte erst in den 60er Jahren ins Wattenmeer zurück, nachdem sie im
Mittelalter ausgerottet war. "Heute bekommen sie ihre Jungen wieder an
vier verschiedenen geschützten Stellen - auf Sandbänken im niederländischen
Wattenmeer, bei Juist, Helgoland sowie Amrum - und ihre Zahl nimmt ständig
zu!"
Inzwischen ist
schon jede zehnte Robbe im Wattenmeer eine Kegelrobbe. Bei Zählungen wurden
rund 2000 Kegelrobben und 15.000 Seehunde im gesamten, von Dänemark bis zu den
Niederlanden reichenden Wattenmeer erfasst. Dabei können gar nicht alle Robben
gezählt werden, weil nie alle gleichzeitig auf den Sandbänken liegen. Insgesamt
gibt es deshalb wieder mehr als 20.000 Robben im Wattenmeer, die für viele
Menschen auch ein wichtiges Urlaubserlebnis im Nationalpark geworden sind.“
Quelle: WWF-Presse-Info
v. 24.11.06