22.12.2006
Haie der Nord-/Ostsee sollen geschützt
werden (Natur)
Im
BMU-PRESSEDIENST wird berichtet, dass die Haie aus Nord- und Ostsee geschützt
werden sollten, da sie bedrohter sind als die Elefanten Afrikas:
„Dorn- und Heringshaie sollen
zukünftig besser geschützt werden. Anfang der Woche haben die Mitgliedstaaten
der EU in Brüssel mit großer Mehrheit einem deutschen Vorschlag zugestimmt, die
beiden Haiarten unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) zu stellen. „Wir
wollen kein Handels- oder gar Fangverbot. CITES-Handelskontrollen können aber dazu
beitragen, dass die Fischbestände auch für die nachkommenden Generationen
erhalten werden", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
Ein entsprechender Antrag soll auf der nächsten
CITES-Vertragsstaatenkonferenz eingereicht werden. Die beiden Haiarten kommen
in den kühleren Meeresgebieten der Nord- und Südhalbkugel vor. Auch in der
Nord- und Ostsee sind sie heimisch. Für Menschen sind die Tiere bei einer Größe
von rund einem Meter harmlos. Allerdings ist das Fleisch dieser Haie ist ein
begehrter Leckerbissen, so werden beispielsweise „Schillerlocken", eine
Räucherfischspezialität,
daraus zubereitet.
*Ich freue mich
sehr, dass unsere europäischen Nachbarn unsere Initiative zum Schutz dieser
beiden Haiarten unterstützen", sagte Gabriel und mahnte, den
internationalen Artenschutz nicht nur auf die großen gefährdeten Arten des Südens beschränken. „Wir
müssen vielmehr gerade die Verantwortung der reichen Länder des Nordens
deutlich machen. Wer weiß schon, dass die Bestände von Dorn- und Heringshai
bedrohter sind, als beispielsweise die Elefantenpopulationen im
südlichen Afrika", so
Gabriel.
Die Schutzanträge werden nun bei der 14. Konferenz der
Vertragsstaaten des CITES-Übereinkommens im Juni 2007 in Den Haag (Niederlande)
den rund 169 Vertragsparteien zur
Entscheidung vorgelegt.
Quelle: BMU-PRESSEDIENST, Nr. 344/06 v. 22.12.06
– www.bmu.de/presse
Link:
è http://de.wikipedia.org/wiki/Dornhai
è http://de.wikipedia.org/wiki/Heringshai