In den
NATIONALPARK-NACHRICHTEN (Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer) wird darüber
berichtet, dass an 6 verschiedenen Stellen des Wattenmeeres zwischen Cuxhaven
und Büsum nach Öl gebohrt werden sollen. Folgendes ist zu lesen:
„Seit 1987 fördert die RWE DEA im Dithmarscher
Wattenmeer aus 2.000 m Tiefe Erdöl. Gebohrt wird von der bei der Vogelinsel
Trischen gelegenen Bohrinsel Mittelplate sowie vom Festland bei Friedrichskoog.
Der Erdölkonzern vermutet, dass das ertragreichste deutsche Erdölfeld – es
deckt 3 % des deuten Ölverbrauchs – ergiebiger ist als bisher angenommen. Eine
Erkundungsbohrung im niedersächsischen Wattenmeer-Nationalpark und sechs im
schleswig-holsteinischen Nationalpark sollen dies klären. Die Bohrungen dauern
jeweils etwa 1 – 4 Monate und sollen aufeinander folgen. Nach den Vorstellungen
von RWE DEA sollten sie im Herbst 2008 beginnen und 2009 enden. Das Projekt
wurde dem Nationalparkamt erläutert und soll demnächst beantragt werden.“
Das war’s. Eine
Stellungnahme pro bzw. contra solcher Bohrungen mitten
im Nationalparkgebiet wird nicht abgegeben. Es ist zu hoffen, dass dies nicht
der Anfang vom Einstieg der Unterordnung der Interessen des Naturschutzes unter
denen der Gesamtwirtschaft ist.
Quelle: NATIONALPARK-NACHRICHTEN,
Nr. März/April 2007, S. 3 – www.wattenmeer-nationalpark.de