Im „WATTREPORT aktuell“ der Schutzstation-Wattenmeer ist Folgendes zu lesen:
„… Das Sommerhochwasser hat alle Außensände, Strände
und Vorländer überflutet. Auch die Halligen meldeten bis auf Hooge alle
Landunter. Die Flut hat fast den gesamten Bruterfolg dieses Jahres im
Nationalpark Wattenmeer zunichte gemacht. Nur früh brütende Vogelarten wie die Säbelschnäbler
oder die Löffler auf Hallig Oland konnten ihre Jungen rechtzeitig genug
aufziehen.
Besonders betroffen sind die direkt an den Stränden
brütenden Arten wie die seltenen Zwergseeschwalben. So meldeten die
Schutzstation-Wattenmeer-Vogelwarte der Seevogelschutzgebiete Morsum-Odde und
Sandinseln (Sylt-Ost) einen Totalverlust beim Nachwuchs der dort brütenden
Seeschwalbenarten. Nur die Jungen der höher liegenden Möwenkolonien wurden zum
Teil durch das Hochwasser verschont.
Das dramatische an der Situation ist, dass viele
Jungtiere schon fast flügge waren, als sie das Hochwasser traf. Nur wenige Tage
später und sie hätten einfach davonfliegen können. Selbst wenn die Jungen dem
Hochwasser entgangen sind, hat die aufgewühlte See es den Eltern zusätzlich
erschwert, genügend Nahrung für den hungrigen Nachwuchs zu fangen.
Viele Vögel werden jetzt neue Eier legen und
versuchen, noch dieses Jahr für Nachwuchs zu sorgen. Ob es gelingen wird, ist
bei einigen Arten zumindest fraglich. Bei Seeregenpfeifern ist
beobachtet worden, dass ihr Bruttrieb bereits Ende Juli erlöscht. Bis dahin
bleibt dieser Art wahrscheinlich zu wenig Zeit, 2007 noch einmal für Nachwuchs
zu sorgen.
Durch die Zunahme von Sommerhochwassern auf Grund der
globalen Erwärmung gehen Brutvogelarten im Nationalpark einer ungewissen
Zukunft entgegen.“
Quelle: WATTREPORT
aktuell, Nr. 6/7-07 – www.schutzstation-wattenmeer.de
Links:
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http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3A4belschn%C3A4bler
è
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwergseeschwalbe
è
http://de.wikipedia.org/wiki/Seeregenpfeifer