17.600 Seehunde
wurden vergangenes Jahr im Wattenmeer vor den deutschen, dänischen und
niederländischen Küsten gezählt. Ein Jahr früher als erwartet ist damit wieder
der Bestand erreicht, der 2002 durch den Staupevirus erheblich dezimiert wurde.
Dies teilte jetzt das Internationale Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven
mit. Die Synchron-Zählungen im gesamten Wattenmeer werden jedes Jahr von einer
trilateralen Expertengruppe koordiniert und gemeinsam ausgewertet.
Allein im
niedersächsischen und hamburgischen Wattenmeer wurden während der Paarungszeit
im August 4.561 Tiere erfasst.
Während der
Wurf- und Säugezeit im Juni 2007 wurden 4.235 Jungtiere gezählt (Niedersachsen
/ Hamburg: 821). Die Zunahme beim Nachwuchs ist damit zwar geringer als 2006,
sie liegt aber mit 24% über dem Durchschnitt der Jahre 1988 - 2002 vor dem
Seuchenzug 2002. Hieraus schließen die Experten, dass sich die Altersstruktur
zugunsten der Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter entwickelt hat.
Seehunde werden bei uns seit langem nicht mehr bejagt und finden
im Nationalpark ideale Lebensbedingungen, insbesondere ungestörte Sandbänke,
die sie für Ruhephasen und Geburt und Aufzucht des Nachwuchses benötigen.
Link: www.nationapark-wattenmeer.niedersachsen.de > Pressemitteilung