19.11.2002 Grönland/Ostküste
(Revier/Ausland)
Im KANUMAGAZIN berichtet Bernhard Schütte in
dem Beitrag "Eisberg voraus. Kajakexpedition an Grönlands Ostküste"
über eine 2001 durchgeführte Tour drei Dresdener Kanuten entlang Grönlands
menschenleerer Ostküste und zwar von Scorebysund nach Angmagssalik. Insgesamt
legten B.Schütte mit Frank Polte und Jan Haink in 70 Tagen 1000 km (zunächst 3
Tage über Land, dann über Treibeisfelder (8 Teile Eis / 2 Teile Wasser),
Packeisströme und Wasser, d.h. zu Fuß, per Kajak und manchmal per
Treibeisscholle) zurück. Dabei hatten Sie 180 kg Proviant für 2 1/2 Monate und
eine Flinte, "um nichts davon an hungrige Eisbären abgeben zu
müssen".
Als Kajaks wurden eingesetzt der von PRIJON
bis WW II geeignete:
Yukon Expedition (PE) (440x61 cm; ca. 27 kg Leer- / 120 kg
Startgewicht)
mit: 460 Liter Volumen (Volumenverteilung:
60 / 290 / 110 Liter); Cockpit: 91x45 cm; ca. 1.015,- Euro.
Folgende Veränderungen wurde dabei
vorgenommen:
Als Paddel wurden 2,12 - 2,15 cm lange
Paddel (wendiger) verwendet mit Polypropylen-Blatt (robuster) und
Glasfaserschäften (nicht so kalt wie Aluschäfte).
Getragen wurden - auf den Fotos stets von 2
der 3 Kanuten - Trockenanzüge mit Gore-Tex- bzw. Latexsocken (inkl.
Fleecebekleidung u. Funktionsunterwäsche). Als Handschutz haben sich
Paddelstulpen/-pfötchen bewährt, die nicht so schnell auskühlten wie
Neohandschuhe.
Die 180 kg Expeditionsnahrung bestand u.a.
aus gefriergetrockneten Mahlzeiten, Fleischpaste Pemmikan, Kraftdrink Peronin,
Keksen und BP 5-Notrationen. Von 32 Liter Benzin für den Kocher wurden 22 Liter
benötigt, da wegen der Südwasservorräten auf den Eisschollen es nicht immer
nötig war, Schnee zu schmelzen.
Quelle: KANUMAGAZIN, Nr. 1/03, S.14-22 - www.kanumagazin.de