In der Zeitschrift SEGELN berichtet C.Victor
in dem Beitrag:
„Tausend und eine Insel: Golfe du
Morbihan“
über ein Revier im Süden der Bretagne, am Rande der Atlantikküste.
Über Revier, Wind & Wetter und Gezeiten & Strom ist Folgendes zu
lesen:
Anmerkungen: Fürs Küstenkanuwandern bietet sich
im nur 21 langen und 5 km breiten Golf ein Standquartier an, von dem aus in
Tagesetappen der ganze Golf befahren werden kann. Dafür geeignet sind
insbesondere Zeltplätze, die nahe am Meer bzw. tief im Festland liegen.
Quelle: SEGELN, Nr.
11/07, S.64-71 – www.segelnmagazin.de
Literatur: U.Beier:
Atlantische „Spritz“-Touren, in: Kanu-Sport 1/90, S.11-15. Ein Auszug:
Das Revier: „Der südlich von Vannes gelegene Golf sieht
eigentlich aus wie ein mit zahllosen Inseln übersäter See (Umfang: ca. 60 km).
Im Golf fährt es sich (bei Windstille) wie auf einem Fluss mit teilweise
starker Strömung. In Wirklichkeit ist es ein Binnenmeer (Mor-bihan = kl. Meer).
Ein nur 1 km breiter Durchlass vor Port-Navalo verbindet diese Bucht mit dem
offenen Meer („Baie de Quiberon“). Je nach Tidenstärke strömt hier das Wasser
bis zu 18 km/h hinein bzw. heraus.“
Ein Kurzbericht: „Am Nachmittag schlugen wir auf dem – direkt am Golf
liegenden – Zeltplatz „Camping de Bilouris“ (Halbinsel Rhuy, 3 km östlich von
Port Navalo) unser Zelt auf und ließen bald darauf für eine kleinere
„Spritz“-Tour („Wer weiß, wie am nächsten Tag das Wetter ist!?“) unsere Kajaks
zu Wasser. Es war herrlich, so zwischen den Inseln hindurch in Richtung Meer zu
gleiten. Es musste wohl gerade Tidenwechsel sein, da es kaum strömte. Wir
wollten zur Insel Gavrinis und dort das interessanteste vorgeschichtliche
Steindenkmal der Bretagne besichtigen: einen Tumulus (Grabhügel), der aus
Feldsteinen 8 m hoch aufgeschichtet ist und einen Umfang von 100 m hat. Doch
allmählich wurden wir in unseren Kajaks immer langsamer. Schließlich blieben
wir in der zunächst unmerklichen Gegenströmung fast stehen. Dicht am Ufer einer
Insel schlichen wir uns mühsam voran. Da hörten wir es auch schon rauschen und
schließlich wurde sie sichtbar: eine ca. 30 m breite und 50 m lange
Stromschnelle, durch die auf der anderen Seite der Insel das Tidenwasser
schoss. Mit etwas Geduld (d.h. Umweg) und Geschick (d.h. „Seilfähren“-Technik“)
meisterten wir einige solcher Passagen und kehrten