20.02.209
Probleme beim Befahren der SWINE (Wollin/Polen)
(Revier/Ausland)
In der
Info vom 4.1.09 „Küsten-Grenzverkehr
Deutschland-Polen“ (Revier/Ausland) hatte ich darauf verwiesen, dass es schifffahrtsrechtliche
Probleme geben könnte, wenn wir mit dem Kanu die Swine
zwischen den Inseln Usedom und Wollin befahren und den Hafen von Swinemünde/Swinoujscie
durchfahren wollen:
„U.U. könnten wir
Kanuten … schifffahrtsrechtliche Probleme bei der Befahrung der Swine, der Enge zwischen Usedom und Wollin bekommen, und
zwar insbesondere bei der Durchfahrung des Hafens von Swinemünde/Swinoujscie. Abgesehen davon können wir beim Paddeln auf
der Swine auf stärkere Strömung stoßen. In der Regel
ist mit auslaufendem Strom zu rechnen, der bei stark ablandigem Wind bis zu 7,5
km/h fließen kann. Bei starken nordwestlichen Winden erleben wir dagegen
einlaufenden Strom, der bis zu 4 km/h
strömen kann.
Um insbesondere den
schifffahrtsrechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, haben vorpommersche
Kanuten darauf verzichtet, bei einer Tour, die in Kamminke
gestartet wurde und über Altwarp/Neuwarp (PL) zum
östlichen Haffpunkt (nahe der Südspitze von Wollin) und dann weiter über den
„Großen Vietziger See“ nach Lebbin
(Wollin) führte, den Swinemünder Hafen zu passieren.
Stattdessen packten sie ihre Seekajaks in Lebbin auf
die Bootswagen und zogen dann 3 km über Land nach Misdroy
(Ostseeküste von Wollin). Dort setzen sie wieder ein und paddelten entlang der
Ostseeküste von Wollin nach Usedom, wo die Tour in Heringsdorf endete.“
Quelle: www.kuestenkanuwandern.de/revier_/090104.html
Im Seekajakforum.de weist nun Palmström/Gernot
in einem Thread vom 19.2.09:
„Usedom-Paddler Achtung: Das
Passieren des Hafens Swinemünde wird behindert!“
darauf hin,
dass auch polnische Kanuten im Sommer 2007 Probleme mit der Wasserschutzpolizei
bekamen, und zwar nicht erst im Hafengebiet, sondern schon ca. 5 km südlicher
zu Beginn des „Kanal Mielinski“. Anscheinend gibt es
eine Vorschrift, die verlangt, dass Kanuten in diesem Gebiet:
a)
zügig
paddeln,
b)
das
Fahrwasser nicht queren
c)
und mind. 50 m außerhalb des Fahrwassers
paddeln.
Eine
Querung des Fahrwassers ist jedoch unausweichlich, wenn wir vom Süden her
kommend die Swine Richtung Ostsee paddeln und dann am
Ende der Swine nach links Richtung Deutschland
abbiegen möchten. Und der geforderte Mindestabstand von 50 m zum Fahrwasser ist
nicht immer einzuhalten, da das Fahrwasser teilweise dicht am Ufer vorbeiführt.
Wer
diesen Problemen aus dem Wege gehen will, möge bei seiner Fahrtenplanung die
oben erwähnte „Bootswagen-Alternative“ berücksichtigen. Der „Große Vietziger See“ wird auf den polnischen Karten als „J. Wicko Wielkie“ bezeichnet und „Lebbin“ als „Lubiewo“. Vom Süden
aus kommend fahren wir auf der Ostseite des Sees in die Bucht „J Wicko Male“ hinein. Wenn es zu flach wird, um bis nach „Lubiewo“ zu kommen, bietet es sich an, frühestens beim
Sportboothafen von „Zalesie“ auszusteigen und dann
die ca. 4 km lange Landpassage bis „Misdroy“ (Miedzyzdroje) per Bootswagen zurückzulegen.
Text: U.Beier
Link:
http://www.seekajakforum.de/forum/read.php?1,36734
www.kanu.de/nuke/downloads/Kuesten-Grenzverkehr-Polen.pdf