18.07.2002 Biosphärenreservat
"Halligland" (Revier)
Auf der Homepage des Nationalparkamtes des
Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres wird über die Bestrebungen der Bewohner
der Halligen Oland, Langeness, Hooge, Gröde und Nordstrandischmoor berichtet,
ihre aus dem Watt herausragenden Landflächen, die bekanntlich nicht in den
Nationalpark mit eingegliedert sind, zum "Biosphärenreservat"
erklären zu lassen. Sie erhoffen sich wohl, auf diese Weise u.a. Fördergelder
zum Ausbau eines naturnahen Tourismus zu erhalten.
Aus der Sicht des Küstenkanuwanderns ist zu
wünschen, dass die Übernachtungsmöglichkeiten auf den drei Halligen Oland
(neben den Anleger), Langeneß (hier: DKV-Kanu-Station Hilligenley) und Hooge
(im Seglerhafen) auch weiterhin für die Kanuten erhalten bleiben. Letztlich
hängt das auch von uns und unserem natur- und "halligverträglichen"
Auftreten in dieser recht einmaligen Wattenlandschaft ab. Letztlich spricht
alles dafür, dass dies so bleiben wird; denn der Umweltminister Klaus Müller
hat bei seinem Besuch auf der Hallig Hooge die Anerkennungsurkunde für
Schleswig-Holsteins 30. "Naturerlebnisraum" - das
"Halligland" - überreicht. Das Nationalparkamt kommentiert dies wie
folgt:
"Halliggäste werden sich hier künftig
über die einmalige Natur- und Kulturlandschaft der Halligen schlau machen
können. Sie werden beispielsweise erfahren, welchen Einfluss Wind, Wellen und
Wasser haben, "Mit sehenden Füßen" den Schlick- und Wasserbereich
erkunden, sich die Salzwiese auf der Zunge zergehen lassen oder "Über
Stock und Steg" einen Einblick in das Leben und Arbeiten bei Landunter
gewinnen."
D.h. wer zunächst solch einen
"Naturerlebnisraum" einrichtet, wird nicht anschließend auf die Idee
kommen, genau jene dort auszusperren, die auf die wohl naturverbundenste Art,
nämlich per Kajak, diesen Naturraum "erfahren", und das schon zu
einer Zeit, als man noch gar nicht wusste, was ein "Nationalpark",
ein "Biosphärenreservat" bzw. ein "Naturerlebnisraum" ist.
Text: Udo Beier
Quelle: www.wattenmeer-nationalpark.de
> Aktuelle Information des Nationalparkamtes