04.08.2002 Greifswalder Bodden &
Strelasund (Revier)
WWF und der Seglerverband
Mecklenburg-Vorpommer haben gemeinsam eine Homepage zum "Naturschutz,
Wassersport und Tourismus in Greifswalder Bodden und Strelasund"
eingerichtet. Es enthält auch eine detailliert Karte dieses Reviers und ein
paar Definitionen was u.a. Biosphärenreservate und FHH-Gebiete sind. Zum Revier
selbst ist Folgendes zu lesen:
"Das Gebiet um den Greifswalder Bodden
und Strelasund bietet Mensch und Tier eine vielseitige Naturlandschaft:
Sandstrände, Steilufer, Kliffkanten, Schilfgürtel, Blocksteinfelder im flachen
Wasser, Seegraswiesen und Buchten. Die unterschiedlichen Wassertiefen sowie der
relativ geringe Salzgehalt im Brackwasserbereich bieten einer vielfältigen
Tier- und Pflanzenwelt ein Zuhause. Der Fischbestand von Heringen, Hechten,
Flundern und Forschen spiegelt dies wider. Durch die Vielfalt angelockt, machen
zahlreiche Zugvögel aus Skandinavien und Osteuropa hier halt - und finden die
beste Nahrungs- und Rastgrundlage im gesamten Ostseegebiet vor. Seeadler,
Kraniche, große Gänseschwärme, Meeresenten und viele Arten von Watvögeln finden
sich zum Überwintern oder zur Rast im Frühjahr, Sommer und Herbst (gerade) in
(diesem) Gebiet ein.
Aufgrund seiner besonderen Rolle für den
internationalen Vorgelzug sind der Greifswalder Bodden und Strelasund zum
europäischen Vogelschutzgebiet ernannt worden. Des Weiteren ist die 748,5 qkm
große Fläche durch die Helsinki Kommission in die Vorschlagsliste der
"Baltic Sea Protected Area" (BSPA) aufgenommen worden und zahlreiche
Nebenbuchten, Überflutungsflächen und Inseln des Gebietes als FFH-Gebiete
gemeldet worden. ...
Im Projekt "Naturschutz, Wassersport
und Tourismus im EU-Vogelschutzgebiet Greifswalder Bodden und Strelasund"
setzen "Naturschützer" und "Naturnutzer" dieses
Meeresschutzgebiet gemeinsam modellhaft um. ...
Ein übergeordnetes Ziel des Projektes ist
die Förderung eines dauerhaften Informationsaustausches und der transparenten
Kommunikation zwischen allen beteiligten Akteuren. Auf diese Weise sollen
Interessenkonflikte gemeinsam gelöst werden. ...
Der WWF ist daher der Auffassung, dass
wirkungsvoller Naturschutz nur gemeinsam mit den Nutzern und nicht gegen sie,
möglich ist. Zusammen mit den unterschiedlichen Nutzergruppen des Gebietes
erarbeitet der WWF beispielhaft Schutz- und Nutzungskonzepte. Diese
Lösungsansätze werden dann verbindlich mit allen Parteien vereinbart und
gemeinsam umgesetzt. Durch zeitliche und räumliche Zonierungen werden z.B.
bestimmte Buchten während der Rastzeit der Vögel nicht mehr genutzt, sind aber
außerhalb dieses Zeitraumes für Wassersportler ohne Beschränkung
zugänglich."
Weitere Kooperationsvereinbarungen wurden
übrigens am 16.07.02 mit dem Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern
verabredet (siehe hierzu auch: www.wwf.de >
"Archiv" > Stichwort "Greifswalder Bodden".