25.08.2004
Landzunge Darßer
Ort (Ostsee) (Revier/Inland)
In
der Zeitschrift SEGELN berichtet Kai Greiser in dem Beitrag:
„Last den Darß!“
darüber,
dass der umstrittene und derzeit wegen Verlandung/Versandung geschlossene Hafen
an der mecklenburgischen Küste zwischen Ahrenshoop
und Prerow eine „offene Wunde im Ökosystem der fließenden Sände,
die man immer wieder am Heilen hindert“ darstellt. K.Greiser
fordert daher „Lasst der Natur ihren Lauf!“
Über
die Entwicklung & Veränderung dieser Landzunge ist Folgendes zu lesen:
- Durch
vorherrschende Westwinde entsteht eine uferparallele Brandungsströmung,
die Sand vom Weststrand des Darß zur Nordspitze
transportiert und ihn hier ablagert.
- Hochwasser
trägt den Sand wieder ab und verteilt ihn großflächig.
- Sturmniedrigwasser
lässt diese Flächen trocken fallen und verweht große Sandmengen nach
Nordosten.
- Wind aus östlichen
Richtungen dagegen rundet die Landspitze ab, erzeugt eine Südwestströmung,
die südlich der Landspitze Sandhagen und Inseln entstehen lässt.
- Der Sand
wandert unablässig an den Stränden entlang und um die Spitze herum wie in
kommunizierenden Röhren. Dort wird er abgetragen und lagert sich wieder
an.
- Jeder
Eingriff verletzt diesen dynamischen Prozess, der die Landspitze
unaufhörlich mit 9 – 10 m pro Jahr nach Nordosten wachsen lässt.
- In 25
Jahren wird die Landspitze um 250 m länger sein. Der ehemalige Strandsee,
in den der Nothafen hineingebaut wurde, ist dann verlandet, und vor der
ehemaligen Einfahrt wird sich ein neuer Strandsee gebildet haben.
Quelle: SEGELN, Nr.
9/04, S.100-105 – www.segelnmagazin.de