07.09.2005 Nebel (Wetter)
Nebel kann lt. Seewetteramt
auch „als eine auf der Meeresoberfläche
aufliegende Schichtwolke“ angesehen werden. In der YACHT stellt M.Beilken in dem Beitrag
„Wie Nebel entsteht“
die verschiedenen Nebelarten
vor, z.B.
Er
entsteht, wenn warme, feuchte Luft über kaltes Wasser driftet. Das kalte Wasser
kühlt die warme, feuchte Luft so weit herunter, dass diese kondensiert. Nebel
tritt insbesondere im Mai/Juni in der
Ostsee östlich von Bornholm auf, aber auch an der Süd- und Ostküste
Großbritanniens. Da vor Ort sich das kalte Wasser nicht so schnell erwärmen und
die darüber von weither driftende warm-feuchte Luft nicht so schnell an
Feuchtigkeit verlieren kann, ist der Kaltwassernebel solange von Dauer, wie der
Wind seine Richtung nicht ändert. Deshalb herrscht an der Ostküste von
Neufundland immer dann Nebel, wenn der Wind aus dem Süden kommt; denn dann wird
vom Golfstrom genährte warme, feuchte Luft über das vom Norden herunter
strömende kalte Wasser des Labradorstroms getrieben.
Von Juni bis August wird die
deutsche Nordsee und die Ostsee weniger von Nebel heimgesucht. Im September und
Oktober ändert sich das dann wieder. Insbesondere im Bereich östlich von
Jütland und Schleswig-Holstein ist dann folgende Nebelart zu beobachten:
Er
tritt dann auf, wenn anlässlich einer Hochdrucklage sich die Luft nachts bei
Windstille stärker abkühlt, was insbesondere in den Herbstmonaten passiert
(sog. Bodennebel). Wird der Nebel – und das ist für das Küstenkanuwandern von
Interesse – früh morgens bei einsetzender Brise aufs Meer hinaus getrieben, ist
er entlang der Küste als Nebelbank zu erleben. Diese Nebelbänke sind teilweise
örtlich sehr begrenzt und können genauso schnell wieder verschwinden,
richtiger: weiter driften.
Eine weitere Nebelart ist
der:
Hier
trifft an der Küste feuchte Seeluft mit trockener Landluft zusammen. Es findet ein
Luftvermischung mit Feuchteaustausch statt, der zur Kondensation und somit zu
Nebel führen kann, wenn die Wasserdampfgehalt in der Mischluft auf 100%
ansteigt. Er kann sich insbesondere morgens bilden, wenn die Seebrise einsetzt.
Wie beim Strahlungsnebel ist es dann möglich, dass die Nebelbänke verdriften
hinaus aufs Meer verdriften können. Der Mischungsnebel soll sich aber auch dann
bilden können, wenn der Landwind über dem Meer abgekühlt wird.
Übrigens, geraten wir beim
Küstenkanuwandern in Nebel, sollten wir „möglichst
umgehend Fahrwasser und Schifffahrtswege verlassen, zum eigenen Schutz einen
sicheren Ort aufsuchen und Fahrt unterbrechen.“ (BSH-Sicherheitesregel Nr.
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Quelle: YACHT
19/05, S.20-22 – www.yacht.de
Literatur: Seewetteramt:
Seewetter (DSV-Verlag: 2002, S.144-147)